Allgemeines - GEFD

Gesellschaft zur Erforschung der Flora Deutschlands
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Allgemeines

06.12.2017
Arbeitsgruppen
Innerhalb  der Gesellschaft können Arbeitsgruppen zu allen Themen gebildet werden, die mit der  Floristik in Deutschland
in Verbindung stehen.
Den Arbeitsgruppen steht die Internetseite der Gesellschaft für Mitteilungen, Aufrufe  und Datenpräsentationen zur Verfügung. Weiterhin können sie die Rundbriefe für die Kommunikation  mit den Mitgliedern nutzen. Die Ergebnisse können in der Kochia  oder bei größerem Umfang in einem Beiheft veröffentlicht werden. Natürlich steht den  Arbeitsgruppen auch die jährliche Tagung für Vorträge zur Verfügung.
Bisher bestehen  innerhalb der Gesellschaft folgende Arbeitsgruppen:
Amelanchier
Rubus  
Sorbus
Online-Bestimmung
Euphorbia esula   
Myosotis arvensis  
Oenothera
Poaceae


Arbeitsgruppe Amelanchier  
Arbeitsgruppe Amelanchier ovalis
Seit den  1980er Jahren ist bekannt, dass es in Mitteleuropa zwei Ploidie-Stufen der  Felsenbirne (Amelanchier ovalis) gibt, die als Arten (diploid: Amelanchier  ovalis; tetraploid: A. embergeri;) oder als Unterarten (Amelanchier ovalis subsp.ovalis und Amelanchier ovalis subsp. embergeri,) gewertet werden. Vielfach wird  auch weiterhin eine weit gefasste Art A. ovalis bevorzugt.
Aus  Deutschland waren bisher nur Angaben zu tetraploiden Pflanzen bekannt,  entsprechend wird in der 20. Auflage des Rothmaler-Grundbandes nur Amelanchier  ovalis subsp. embergeri für Deutschland angegeben.
Es bestand  der Verdacht, dass im deutschen Alpenraum – ähnlich wie im angrenzenden  Österreich – auch die diploide Sippe vorkommt. Dies konnte mittlerweile durch  Chromosomenzählungen und flowzytometrische Messungen bestätigt werden.
Unser Ziel  ist es die Verbreitung der beiden Ploidierassen in Deutschland zu klären, wobei  die südlichen Mittelgebirge von besonderem Interesse sind.
Bisher  gehören der Arbeitsgruppe an: Martin Engelhardt, Thomas Gregor, Ralf Hand,  Wolfgang Lippert, Lenz Meierott und Georg Zizka. Weitere Mitglieder sind  willkommen.
Anfragen  an thomasgregor@online.de.
 
      
 
Grüne Punkte: Amelanchier ovalis  subsp. ovalis (diploid)
Rote Punkte: Amelanchier ovalis  subsp. embergeri (tetraploid)

                 
Arbeitsgruppe  Rubus>>>
Seit den 1980er Jahren finden  regelmäßig Treffen von Rubus-Spezialisten und Rubus-Interessenten statt. Auf  diesen mehrtägigen „Rubus-Konzilen“ wird im Rahmen von Exkursionen die lokale  Rubus-Flora untersucht, abends werden mitgebrachte Belege bestimmt.  Jahrzehntelang waren diese Treffen von Heinrich E. Weber geprägt, der unter  anderen bei dieser Gelegenheit mittlerweile sicher mehr als 10.000 Rubus-Belege  bestimmt oder überprüft hat und damit neben seiner intensiven  Publikationstätigkeit die Kenntnis der europäischen Rubus-Arten entscheidend  vorangebracht hat.                         

                   
Arbeitsgruppe Oenothera   >>>
Anlässlich der Nachtkerzen-Exkursion der GEFD in Teilen Brandenburgs wurde eine  Arbeitsgruppe Oenothera gegründet. Diese wird 2014 mit gemeinsamen Exkursionen  ihre Arbeit aufnehmen.
Ziele der AG sind u.a. die Erfassung des Artinventars in Deutschland, die  Erfassung der fixen und variablen Merkmale der etablierten Oenotheraarten und  die Katalogisierung der Hauptwuchsorte.
An einer Mitarbeit Interessierte Personen wenden sich bitte an die  Kontaktadresse. Das weitere Vorgehen wird arbeitsgruppenintern geplant.
Kontaktadresse: Rüdiger Prasse, E-mail: prasse [at] umwelt.uni-hannover.de
                         
                     
Arbeitsgruppe Sorbus
Die Sorbus-Arbeitsgruppe ist nach einigen Verzögerungen nun  dabei, ihre Arbeit aufzunehmen. Interessenten und zur Mitarbeit Motivierte wenden sich bitte an die Kontaktadresse, wo auch Herbarmaterial und Fotobelege willkommen sind. Geplant sind vorerst Herbarsichtungen, Exkursionen in  ausgewählte Gebiete und evtl.
Kon­takt mit Arbeitsgruppen in den Nachbarländern.
Kontaktadresse: Norbert Meyer, Adlerstraße 6, 90522  Oberasbach,
Tel. 0911-691523, E-mail: norbert.meyer [at] ivl-web.de                      

                   
Arbeitsgruppe Online-Bestimmung
Moderne Medien auf Computern  oder Mobilgeräten ermöglichen neue Chancen Wissen weiterzugeben und mitzuteilen.  Interaktive und reich illustrierte Bestimmungshilfen können einerseits die  Bestimmungssicherheit kritischer Taxa verbessern. Andererseits können sie auch  dazu dienen, bei jungen Menschen Interesse für die ernsthafte Bestimmung von  Pflanzen und die Erforschung der Vegetation zu wecken.
Die Arbeitsgruppe erörtert die  Möglichkeiten der Online-Bestimmung für die Zielgruppen und entwickelt selbst  Grundlagen für die Online-Bestimmung.
Siehe auch:   http://offene-naturfuehrer.de/web/Portal:Flora
Mitarbeit: Gregor Hagedorn, Ralf Hand, Hans-Helmut  Poppendieck, Hans Reichert, Jan Eckstein.
Kontaktadresse:  g.m.hagedorn[ad]gmail.com
                         
                     
   
Die Gliederung der Euphorbia-esula-Gruppe in Mitteleuropa ist klärungsbedürftig. Eine durch  Blattmerkmale gestützte Gliederung in Euphorbia virgata (2n = 20),
Euphorbia esula
(2n = 60) und deren Hybride Euphorbia pseudovirgata wird den tatsächlichen Verhältnissen nicht gerecht.
 
Die Euphorbia-Arbeitsgruppe  beschäftigt sich insbesondere mit der bisher in unseren Floren als Euphorbia  pseudovirgata bezeichneten Sippe. Chromosomenzählungen ergaben somatische  Chromosomenzahlen von 2n =/circa 60 (siehe Liste von Herkünften mit geprüften Chromosomenzahlen). Der Name Euphorbia pseudovirgata ist aber  offenbar falsch angewandt. Belege von Ferdinand Schur im Lemberger Herbarium  gehören zu Euphorbia virgata. Bisher konnte ermittelt werden (siehe Nomenklatur), dass sich sowohl Euphorbia virgultosa wie auch Euphorbia saratoi auf die bisher im Mitteleuropa als Euphorbia  pseudovirgata bezeichnete Sippe beziehen, wobei Euphorbia saratoi der  ältere Name ist. In Mitteleuropa als Euphorbia virgata bezeichnete  Pflanzen gehören unserer Ansicht nach meist zu der als Euphorbia  pseudovirgata bezeichneten Sippe.
Insgesamt ist die Behandlung der Gruppe  verwirrend. Der Euphorbia-Spezialist Dimitry Geltmann hält Euphorbia  virgata für eine in Ost- und Mitteleuropa weit verbreitete Sippe, wobei er  die als Euphorbia pseudovirgata bezeichnete Sippe einschließt. Im  Gegensatz dazu fasst er Euphorbia esula eng und unterscheidet in  Osteuropa einige ähnliche Arten, z. B. Euphorbia kaleniczenkii, die sich  morphologisch und blattanatomisch von Euphorbia esula nur geringfügig  unterscheidet. Euphorbia kaleniczenkii kommt nach von Dimitry Geltmann  revidierten Belegen in Frankfurter Senckenberg-Herbarium auch in Deutschland  vor. Nordamerikanische Autoren geben für den Formenschwarm Apomixis und  schwankende Chromosomenzahlen an. Ob dort auch Hybriden zwischen Euphorbia  esula und Euphorbia cyparissias regelmäßig vorkommen, scheint  ungeklärt zu sein. Nordamerikanische Pflanzen scheinen überwiegend zu Euphorbia pseudovirgata zu gehören.
Pflanzen von Euphorbia  virgata aus der Tschechischen Republik und Deutschland, für die eine  somatische Chromosomenzahl von 2n = 20 ermittelt wurde, stimmen gut mit dem  Protolog von Euphorbia virgata überein. Sie unterscheiden sich deutlich  von der bisher als Euphorbia pseudovirgata bezeichneten Sippe (siehe Bestimmungsschlüssel).
Kontaktadresse: Thomas Gregor, Siebertshof 22, 36110 Schlitz,
Tel. 06642-6459, E-mail: gregor.wolf [at] online.de
                         
                    
Arbeitsgruppe Myosotis arvensis
In vielen  deutschen (und europäischen) Bestimmungsfloren wird Myosotis  arvensis in zwei Taxa untergliedert. Abgesehen von der Nominatsippe  wird ein weiteres Taxon entweder im Unterartrang (subsp. umbrata)  oder im Varietätsrang (var. sylvestris)  geführt. Viele Floren implizieren eine klare morphologische Trennung beider  Sippen, teilweise sogar durch diskontinuierliche Merkmale. Außerdem soll es  Unterschiede bei der Chromosomenzahl geben. Auffälligerweise werden die  vermeintlich klar getrennten Sippen in Regionalfloren und Atlaswerken praktisch  nirgends unterschieden. Kaum ein befragter Florist hat ein klares Bild der  beiden Taxa. Hinzu kommt, dass ganz offensichtlich sehr oft Verwechslungen der  großblütigen Sippe umbrata/sylvestris  mit M. sylvatica erfolgen.
Der  Arbeitskreis möchte zur Lösung der Problematik beitragen. Zunächst soll die  vorhandene Literatur gesichtet werden. In den kommenden Jahren wird eine  Kombination von Gelände-, Herbar- und Kulturstudien angestrebt, wobei auch die  Chromosomenzahlen überprüft werden sollen. Das weitere Vorgehen wird  arbeitskreisintern geklärt. Mitstreiter aus dem gesamten Bundesgebiet sind herzlich willkommen.  
Mitarbeit:  Ralf Hand, Hans Reichert, Lenz Meierott,  Dierk Kunzmann

Kontaktadresse:  Ralf Hand; ralfhand[ad]gmx.de

Arbeitsgruppe Poaceae
Die Poaceae sind eine bislang ungenügend bearbeitete Gruppe mit vielen ungeklärten Problemen – hier besteht vielseitiger Handlungsbedarf. Die Arbeitsgruppe soll der Diskussion über taxonomische Probleme, dem Austausch von Beobachtungen, Literatur und Herbarbelegen und der Organisation von gemeinsamen Exkursionen und Publikationen dienen. Die Mitarbeit in dieser Arbeitsgruppe setzt keine Mitgliedschaft in der GEFD voraus. Ein interner Rundbrief wird die Interessenten über Neuigkeiten informieren.

Ziele der Arbeitsgruppe
• Verbesserung des Kenntnisstandes über die Poaceen-Flora Deutschlands und der benachbarten Gebiete
• Beobachtung und Dokumentation neu auftretender Sippen und unzureichend geklärter Taxa
• Verbesserung von Bestimmungsschlüsseln
• Aktualisierung von Verbreitungskarten
• Unterstützung bei der Erarbeitung von Lokalfloren
• Revision von Herbarbelegen
Interessenten wenden sich bitte an:
Kontaktadresse: Uwe Amarell, E-Mail: Uwe.Amarell[at]kabelbw.de
06.12.2017
Besucher bis 12.02.2012
Besucher ab 12.02.2012
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