2022 - GEFD

Gesellschaft zur Erforschung der Flora Deutschlands
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2022

09.12.2022
Jahreshefte der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg 178 (2022)
G. Gottschlich stellte die Ergebnisse seiner Revision der Hieracium-Sammlung des Herbarium Tübingen (TUB) vor.

Jahreshefte der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg 177 (2021)
G. Gottschlich ist der Verbreitung von historischem Herbarmaterial der Gattung Hieracium aus Südwest-Deutschland in deutschen, europäischen und außereuropäischen Herbarien nachgegangen. S. Hammel stellt Funde von Taraxacum sect. Erythrosperma in Baden-Württemberg aus 2019 und 2020 vor.

Jahreshefte der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg 175 (2019)
S. Hammel stellt Funde von Taraxacum sect. Erythrosperma in Baden-Württemberg aus 2017 und 2018 vor.

Jahreshefte der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg 171 (2015)
J. Geffert & al. haben Asplenium adiantum-nigrum in Tübingen kartiert. G. Gottschlich berichtet über Hieracium im Herbariums Hegelmaier (in STU). S. Hammel & B. Haynold beschreiben eine neue Mehlbeere aus Baden-Württemberg und Bayern: Sorbus seyboldiana und Sorbus lonetalensis. S. Hammel & al. berichten über Ploidie-Bestimmung an baden-württembergischer Bastard-Mehlbeeren.
Der Zavelsteiner Krokus wurde als Crocus neglectus bestimmt (M. Thiv & A. Wörz).

Jahreshefte der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg 170(1) (2014)
H. Baumann beschäftigt sich mit Nomenklatur und Biologie von Myosotis rehsteineri.


9. Dezember 2022, Thomas Gregor

Phytotaxa 575(1) (Dezember 2022)
J. Koopman & al. geben einen Überblick samt Bestimmungsschlüssel zu Carex sect. Ammoglochin, also die Verwandtschaft um C. arenaria, in Polen.

 
7. Dezember 2022, Ralf Hand

 
Mitteilungen der Pollichia 101 (Dezember 2022)
Der Band enthält Artikel über die Ausbreitung und Etablierung von Claytonia perfoliata in den 1990er Jahren im nördlichen Oberrheingebiet (J. Mazomeit) und über Viscum-Taxa in Südwestdeutschland inklusive detaillierter Kartierungsdaten zu den Wirtsbäumen (P. Wolff & T. Becker).

 
7. Dezember 2022, Ralf Hand

 
Bulletin de la Société de la Botanique du Nord de la France 73 (Ende 2020)
Mehr oder weniger lange Aufsätze der Bände 73 und 74 befassen sich mit der Flora Nordfrankreichs: Wiederfund von Orchis palustris (A. Pencoat Jones), Funde von Anchusa (Lycopsis) orientalis (J.-R. Wattez & C. Reveillard), Pimpinella major var. dissecta, Gaudinia fragilis, Linum bienne (alle von J.-R. Wattez), Morphologie und Karyologie der Galium-mollugo-Gruppe (J. Delay & D. Petit), Bestäubung von und Parasiten bei Helosciadium repens (D. Facon), weitere Publikation dazu im Folgeband.

 
7. Dezember 2022, Ralf Hand

 
 
Bulletin de la Société de la Botanique du Nord de la France 74 (Ende 2021)
Seltene Arten wie Lathyrus hirsutus und Parentucellia viscosa an Straßenböschungen (J.-R. Wattez), Nachweise von Bromus catharticus (J. Delay & D. Petit).

 
7. Dezember 2022, Ralf Hand

Floristische Rundbriefe 54 (November 2021 „2020“)
Die Adventiv- und Ruderalflora von Mannheim haben T. Junghans & al. untersucht:
Amaranthus rudis, Amsinckia calycina, Limonium latifolium, Muscari comosum u.a.
Als bemerkenswerte Verwilderungen im Raum Salzwedel stellt G. Brennenstuhl u. a.
Arabis procurrens, Macleaya ×kewensis, Scilla amoena, Stachys byzantina sowie in
einem separatem Artikel Hyacinthoides spec. vor. G. Gottschlich stellt
Bestimmungsmerkmale von Hieracium im blütenlosen Zustand vor. Silene uniflora
wurde auf Helgoland (D. Theisinger & al.) und Erigeron floribundus in Aachen (F. W.
Bomble) gefunden. In Aachen sollen Mentha arvensis und Mentha aquatica lebhaft
hybridisieren (F. W. Bomble). F. Sonneberg & al. behandeln Vorkommen von
Eleocharis obtusa und Eleocharis engelmannii in Nordrhein-Westfalen. K. Kaplan
befasst sich mit den Merkmalen von Rosa ×scabriuscula und deren Eltern Rosa
canina und Rosa tomentosa.


4. Dezember 2022, Thomas Gregor


Gortania 41 (2019)
Fabrizio Martini bringt den Teil IV der Reihe zu Neufunden in der Flora Friuli Venezia Giulia. Bemerkenswert sind Alchemilla filicaulis, Epipactis purpurata, Phyteuma betonicifolium und Rhinanthus alectorolophus.
 

 
Gortania 42 (2020)
Dieser Band enthält keine GEFD- relevanten Informationen

 
Gortania 43 (2021)
Fabrizio Martini führt die Reihe zu Neufunden in der Flora Friuli Venezia Giulia mit Teil V fort. Auch hier wird die neue „Stellaria ruderalis-Sippe“ gefunden. Weiterhin auf dem Vormarsch sind u.a. Barlia robertiana, Claytonia perfoliata, Celtis australis und Fallopia multiflora.
 

30. November 2022, Erik Welk
 

 
Plant Biosystems 156/1-5 (2022)
Tamás Wirth und Kolleginnen haben die Veränderung der Flora von Pécs im Zeitraum von 70 Jahren untersucht. Sie schätzen sie mit 1641 Arten als artenreich ein, und zeigen einen Anstieg der Artenzahl um ca. 20%, der vorrangig auf Neophyten beruht. Tuba Acet hat das chemische Profil und antioxidative, antimikrobielle und enzymhemmende Wirkungen von Pilosella hoppeana subsp. cilicica untersucht und Simona Ceschin und Kolleginnen sind der Frage nachgegangen, ob Utricularia australis seine Beute selektiv fängt, indem sie die Verfügbarkeit mit den Fangergebnissen verglichen.
 
Auch in Deutschland aktuell diskutiert wird die Fortführung floristischer Kartierungsvorhaben. Zu diesem Thema in Heft 2 der Artikel „Next generation floristics: a workflow to integrate novel methods in traditional floristic research” von Marco D’Antraccoli und Kollegen.
 
In Heft 3 zeigen Katarzyna Marcysiak und Kolleginnen, dass die umstrittenen Quercus pubescens-Individuen von Bielinek (Bellinchen, Oderbruch) doch im Variationsbereich der Art liegen und lokal nur wenig hybridogene Individuen nachweisbar sind. Krystyna Boratyńska und Kolleginnen fanden heraus, dass die genetische Struktur von Pinus sylvestris auf der Iberischen HI durch morphologische Merkmale nachvollzogen werden kann.
 
In Heft 4 beschreiben die Wiener Julia Hartmann und Kolleginnen die neue, diploide Euphrasia ultima aus dem Ortlergebiet, die nah mit der allotetraploiden E. minima verwandt ist, während Zdeněk Špíšek und Kollegen die auf SSR-Markern beruhende genotypische Variabilität von Sorbus domestica (Speierling) in Zentraleuropa zeigen.
 
Lorenzo Cecchi und Hartmut Hilger weisen in Heft 5 u.a. darauf hin, dass "Onosma echioides... β" keinem gültig publizierten Namen entspricht und seit seiner Erstveröffentlichung auf viele verschiedene Arten interpretiert wurde, weshalb O. arenaria als beste Kandidatin für eine Typusart der Sektion Estellatae Schur anzusehen ist (A prickly matter: nomenclatural synopsis of Onosma L. and its segregates).


 
30. November 2022, Erik Welk
 

 
Plant Ecology & Diversity 15/1-4 (2022)
In dieser Ausgabe wird von Javier Nieva und Kolleginnen über Habitatbedingungen von Spergularia-Arten in mediterranen Küstenökosystemen berichtet und Sajedeh Golmohammadzadeh und Kolleginnen haben die Keimungsökologie von Papaver rhoeas und P. dubium untersucht. Merle Streitberger und Kolleginnen haben experimentell gezeigt, wie gezielte Störung und Biomasseentfernung die Populationen von Arnica montana stärken können.
 
 

30. November 2022, Erik Welk
 

 
Steciana 25/3 (2021)
Aneta Czarna berichtet über einen neuen Fundort von Teucrium scorodonia in Wielkopolsce.
 
 

30. November 2022, Erik Welk
 

 
Studia Botanica Hungarica 52/1 (2021)
Csaba Molnár berichtet über Crataegus aus dem Nordungarischen Gebirge. Diese Arbeit umfasst 4 Weißdornarten (C. laevigata, C. lindmanii, C. ovalis, C. rosaeformis subsp. rosaeformis) und 8 Weißdornhybrid-Taxa (C. ×macrocarpa nothosubsp. baranecii, C. ×media, C. ×plagiosepala nothosubsp. dunensis, C. ×pseudoxyacantha, C. ×radnoti-gyarmatii, C. subsphaerica nothosubsp. jacquinii und nothosubsp. subsphaerica), mit Fundortdaten und Standortbedingungen. Etwa 10 % der Weißdornindividuen in den untersuchten Wäldern sind Mikrospezies oder Hybriden und hybridogene Taxa kommen oft häufiger vor als ihre Elternarten.
 
Kristóf Süveges und Kolleginnen bringen Teil 14 der Reihe „Taxonomical and chorological notes.“ Darin neue Nachweise von Androsace maxima, Bolboschoenus planiculmis, Gagea minima und Hypericum elegans.
 
 

30. November 2022, Erik Welk
 

 
Studia Botanica Hungarica 52/2 (2021)
Der 15. Teil der Reihe „Taxonomical and chorological notes“ von Rebeka Aszalósné Balogh und Kolleginnen enthält neue Nachweise von 11 Kryptogamentaxa, darunter eine Kieselalge, sechs flechtenbildende Pilze und vier Bryophyten.
 
 

30. November 2022, Erik Welk
 
 
Webbia 77/1-2 (2022)
Dieser Band enthält keine GEFD relevanten Informationen.
 
 

30. November 2022, Erik Welk
 

 
Zprávy České botanické společnosti 57/1 (2022)
Martin und Petr Lepší informieren zu Verbreitung, Populationsstatus und Anderem von Sorbus rhodanthera. In den Additamenta ad floram Reipublicae Bohemicae XX berichten Pavel Lustyk und Jan Dolezal über Ergebnisse der Arbeit von Floristen und Taxonomen aus dem Gebiet der Tschechischen Republik für den Zeitraum 2020 – 2021. Neu u.a. Asplenium adiantum-nigrum var. silesiacum, Calamagrostis rivalis, Microthlaspi erraticum, Pilosella derubella, Rubus silvae-bavaricae und Taraxacum leucopodum. Aus der Kategorie der seltenen und gefährdeten Arten gibt es Neues zu Ajuga chamaepitys, Artemisia scoparia, Botrychium matricariifolium, Campanula cervicaria, Chenopodium murale, Conringia orientalis, Cuscuta approximata, Epipactis leptochila, Geranium divaricatum, Lactuca saligna, Nasturtium microphyllum, Nuphar pumila, Papaver lecoqii, Pyrola chlorantha, Rubus lividus and Valerianella rimosa. Karel Boublík schließlich bespricht das neue Rotbuch der Pflanzen des Kraj Vysočina.
 
 

30. November 2022, Erik Welk

Taxon 71(5) (Oktober 2022)
Die Diskussion um die Bannung (Überführen in die Synonymie) von moralisch unvertretbaren Namen geht weiter (G. F. Smith u.a.). Solanum nitidibaccatum soll gegen zwei ältere Namen konserviert werden (Z. Särkinen & S. Knapp). Das Erscheinungsdatum von Ranunculus peucedanifolius konnte ermittelt werden, es liegt einige Monate vor dem von Ranunculus trichophyllus. Letztere soll nun gegenüber Ranunculus peucedanifolius konserviert werden (F. Bartolucci & al.)

 
28. November 2022, Thomas Gregor

Abhandlungen der Delattinia 47 (2022)
P. Steinfeld berichtet über einen Fund der intergenerischen  Orchideenhybride Dactylorhiza maculata x Gymnadenia conopsea im  Bliesgau/Saarland. E.-J. Klauck untersuchte Kreuzblumen-Borstgrasrasen  im nördlichen Saarland und angrenzenden Gebieten. Sie gehören dem  Polygalo-Nardetum an und sind in 3 Subassoziationen zu gliedern.  Ausführlich werden Zusammenhänge mit dem geologischen Untergrund  aufgezeigt. Die Bestände sind alle sehr klein und inselartig verteilt.

Hans Reichert 28. November 2022.

Sächsische floristische Mitteilungen 23 (2021)
Breitfeld berichtet über Pflanzenfunde aus dem Vogtland, Brockhaus über seltene Wasserpflanzen im NSG Vereinigte Mulde, Krumbiegel liefert den Erstnachweis von Apocynum cannabinum für Mitteldeutschland, Fischer und Gutte fanden Conyza sumatrensis und Solanum sacharoides neu für Sachsen. Eisenhuth fand Crassula tiliacea erstmals in Sachsen.

Sächsische floristische Mitteilungen 24 (2022)
Breitfeld berichtet über erwähnenswerte Pflanzenfunde im Vogtland, Zinke über die Gattung Gagea in der Oberlausitz. Sänger stellte vergleichende Untersuchungen zur Flora auf Blühflächen und ihre naturschutzfachliche Bedeutung dar. Nusa et al. erläutern das Artenhilfsprojekt für Helianthemum nummularium in der sächsischen Schweiz. Doege und Müller berichten über Pflanzenfundort-Atlanten des Messtischblatts Meißen.

Informationen zur floristischen Kartierung in Thüringen 41 (2022)
Von zahlreichen Autoren werden bemerkenswerte Pflanzenfunde aus verschiedenen Teilen Thüringens vorgestellt. Lemke und Korsch berichten zum Stand der Kartierung der FFH- und Rote Liste-Arten

Abhandlungen der Delattinia 46 (2022)
Hanselmann liefert den Erstnachweis von Verbena bracteata für das Saarland.
Mues et al. berichten über die Verbreitung von Wahlenbergia hederacia im Saarland und Rheinland-Pfalz.
Reichert beleuchtet die aktuelle Taxonomie der Milchsterne und stellt fest, dass im Saarland (und vermutlich auch im übrigen Deutschland) viele Kartierungsdaten ohne Herbarbelege nahezu unbrauchbar sind und die Erarbeitung von Verbreitungskarten auf Grundlage von Herbarauswertungen neu beginnen muss.
Klauck erfasste Pflanzengesellschaften mit Pastinaca sativa subsp. urens im Saarland.

Alpine Botany 132 (2022)
Favre et al. untersuchten Phylogenie und Diversifizierung alpiner Gentiana-Arten im Bezug auf Klima, Geologie und Ploidiestufen .

Naturkundliche Beiträge aus dem Allgäu 56 (2021)
Bauer listet eine große Anzahl von interessanten Pflanzenfunden aus dem Allgäu auf.

Carinthia II 211/131 (2021)
In ihrer Reihe über Pflanzen mit invasivem Potential aus botanischen Gärten berichtet Eberwein über extrem invaisve Heracleum-Arten aus dem Kaukasus: Heraclium sosnowskyi, H. persicum und H. mantegazzianum.
Fuchs et al. untersuchten mit Schülern das Wuchsverhalten von Fallopia japonica, F. sachalinensis und F. x bohemica.

Carinthia II 212/132 (2022)
In ihrer Reihe über Pflanzen mit invasivem Potential aus botanischen Gärten beleuchten Schlatti und Eberwein Cotoneaster horizontalis und Euphorbia lathyris.


Anette Rosenbauer, 24.November 2022


Preslia 94(3) (2022)
Z. Kaplan & al. führen mit dem 11. Teil die erläuterten Verbreitungskarten zur tschechischen Flora weiter, es betrifft Agrostemma, Berula, Bromus, Carex, Corydalis, Echinocystis, Festuca, Himantoglossum, Lychnis, Ophrys, Ornithopus, Pseudofumaria, Quercus, Salix, Sium und Vaccaria. Pappel-Forste sind wichtige Orchideen-Habitate in der Pannonischen Region (K. Süveges & al.).

 
Preslia 94(2) (2022)
A. Preinfalk & al. beschäftigen sich mit der Ökologie und dem Schutz von Gentianella bohemica. Ľ. Majeský & al. untersuchen die Variabilität von Pinguicula vulgaris. J. Velebil & al. präsentieren eine taxonomische Bearbeitung von Sorbus subgen. Aria in der West-Slowakei und Nordost-Österreich.

 
Preslia 94(1) (2022)
Preslia wechselt auf ein Erscheinen als PDF-Dateien (P. Pyšek & al.). J. Danihelka & al. beleuchten die Entwicklung der Halophyten im Süden Mährens und Norden Nieder-Österreichs. Solidago ×niederederi, die Hybride aus Solidago canadensis und Solidago virgaurea konnte öfters in Süd-Polen und der Slowakei nachgewiesen werden (K. Skokanová & al.).

 
Preslia 93(4) (2021)
B. Trávníček & al. untersuchen die Rubus-gothicus-Verwandtschaft in Südost-Europa: Rubus gothicus, Rubus subgothicus mit Lectotypus, Rubus lobifolius spec. nov. und Rubus scarbantinus spec. nov. J. Kirschner & al. können das Verbreitungsgebiet von Taraxacum pieninicum deutlich erweitern.

 
Preslia 93(3) (2021)
Z. Kaplan & al. führen mit dem 10. Teil die erläuterten Verbreitungskarten zur tschechischen Flora weiter, es betrifft Carex, Colchicum, Cytisus, Draba, Dracocephalum, Jurinea, Klasea, Lactuca, Onopordum, Petrorhagia, Serratula, Silybum und Xanthium.

 
Preslia 93(2) (2021)
E. Cieślak & al. beschäftigen sich mit Cochlearia tatrae, einem Endemiten der Hohen Tatra.

 
Preslia 93(1) (2021)
M. Chytrý & al. stellen Ergebnisse der „Pladias“ (Plant Diversity Analysis and Synthesis) Datenbank der tschechischen Flora und Vegetation vor.

 
Preslia 92(4) (2020)
M. Vojík & al. untersuchen tschechische Parks hinsichtlich ihrer Rolle als Habitat für gefährdete und invasive Arten. Pilosella officinarum ließe sich entlang von Ploidien und Fortpflanzungstypen taxonomisch gliedern (T. Urfus & al.). Die hexaploide Pilosella rubra vermehrt sich apomiktisch (91% der Samen) und sexuell (J. Doležal & al.).

 
Preslia 92(3) (2020)
Z. Kaplan & al. führen mit dem 9. Teil die erläuterten Verbreitungskarten zur tschechischen Flora weiter, es betrifft Aphanes, Buglossoides, Calamagrostis, Carex, Cerastium, Chenopodium, Corynephorus, Crypsis, Dorycnium, Equisetum, Marrubium, Montia, Oxalis, Pilosella, Pteris und Spergula.

 
Berichte der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz 30 (November 2022)
M. Dedek & al. zeigen die ökologischen Ansprüche von Chimaphila umbellata in der Oberlausitz. F. W. Sander listet von ihm vorgenommene Anpflanzungen von Rubus-Arten in der Oberlausitz auf. L. Zwiebel hat das Vorkommen von Campanula rapunculoides und Campanula trachelium auf Friedhöfen der Oberlausitz dokumentiert. Campanula rapunculoides soll in Deutschland ein Neophyt sein. Bemerkenswerte floristische Funde in der Oberlausitz und im Elbhügelland haben A. E. Wüsche & al. zusammen gestellt, darunter zu Celastrus orbiculatus, Papaver lecoqii und Botrychium matricariifolium.

 
Landschaftspflege und Naturschutz in Thüringen 58(3) (November 2022)
Thüringen beherbergt noch alle 10 deutschen Bärlapp-Arten. H. Endreß & al. schildern Maßnahmen zur Erhaltung dieses Zustands.


 
20. November 2022, Thomas Gregor


Fern Gazette 21(8) (Oktober 2022)
Aus den rumänischen Südkarpaten wird von S. Jessen & al. mit Dryopteris carpatica eine neue, tetraploide Art des Dryopteris-affinis-Aggregats beschrieben. Ein Vorkommen in Mitteleuropa erscheint möglich. M. Lubienski & J. Fuchs beschreiben eine neue diploide Hybridunterart von Equisetum ×moorei aus Deutschland, die aus einer Kreuzung zwischen Equisetum hyemale subsp. affine und Equisetum ramosissimum hervorgegangen ist.

 
14. November 2022, Thomas Gregor

American Journal of Botany 109/7 (Juli 2022)
Brock et al. haben den Ursprung von Camelina sativa und die Verwandtschaftsverhältnisse zu C. microcarpa mithilfe von genomischen und zytologischen Methoden untersucht, darüber hinaus haben die Autoren auch archäologische Literatur zu Camelina-Funden ausgewertet. Die meisten amerikanischen und europäischen Akzessionen von C. microcarpa hatten 2n = 38 Chromosomen, während C. sativa 2n = 40 Chromosomen enthielt. Die populationsgenetischen und archäologischen Daten legen einen Ursprung der Kultursippe in der Transkaukasusregion nahe.
   
 
4. November 2022, Christiane Ritz
 
 
American Journal of Botany 109/8 (August 2022)
 
Dogan et al. haben anhand von Plastiden- und Kern-DNA den polyploiden Ursprung der Gattung Subularia erforscht. Obwohl die beiden einzigen Arten der Gattung S. aquatica und S. monticola heute nur 2n =28 bzw. 30 Chromosomen enthalten, wird für sie ein ursprünglich oktoploider Zustand angenommen; im Laufe der Evolution ist das Genom aber zu einem diploiden Zustand geschrumpft.
   
 
4. November 2022, Christiane Ritz
 

 
Annals of Botany 130/1 (Juli 2022)
 
Brignone et al. veröffentlichen eine umfassende Phylogenie der Tribus Atripliceae (Amaranthaceae s.l., Chenopodiaceae).
   
 
4. November 2022, Christiane Ritz
 

 
 
Annals of Botany 130/2 (August 2022)
 
Yu et al. haben anhand umfassender genomischer und zytogenomischer Methoden den Ursprung der dodekaploiden Art Cardamine bulbifera untersucht. Die Art ist autopolyploid, es zeigen sich aber Spuren von Genfluss mit der hexaploiden C. quinquefolia in ihren Glazialrefugien in Osteuropa und der Westtürkei. Die Entstehung von C. bulbifera geht auf die diploide C. abchasica zurück. Vor allem durch vegetative Vermehrung (Brutknospen) hat sich C. bulbifera nacheiszeitlich sehr erfolgreich Richtung Mittel- und Westeuropa ausgebreitet.
   
 
4. November 2022, Christiane Ritz
 
 
Flora 293 (August 2022)
 
Tikhimirov et al. zeigen, dass Plastidenmarker Vaccinium myrtillus über das gesamte Verbreitungsgebiet im Gegensatz zu den verwandten Arten V. uliginosus und V. vitis-idaea extrem homogen sind und erklären dies damit, dass die Populationen einen genetischen Flaschenhals während der Eiszeit erfahren haben.
   
 
4. November 2022, Christiane Ritz
 

 

 
Perspectives in Plant Ecology, Evolution and Systematics 56 (September 2022)
 
Cuypers et al. diskutieren die Ursachen für die sehr widersprüchlichen taxonomischen Konzepte in der komplexen Gattung Ophrys und schlagen verschiedene Strategien vor, um zu einer einheitlichen Taxonomie der Gruppe zu gelangen.
   
 
4. November 2022, Christiane Ritz

Feddes Repertorium (Oktober 2022)
T. Fedoniuk & al. berichten über das Vorkommen von Lemna aequinoctialis in der Ukraine.
 

 
Feddes Repertorium 132(3) (September 2021)
 
D. Ohri beschreibt die (geringe) Variabilität der Chromosomenzahlen bei den Koniferen.
 


 
28. Oktober 2022, Thomas Gregor

Band 39 der Schlechtendalia (Oktober 2022)
F. Müller & al. geben eine umfangreiche Liste mit Erläuterungen und Kommentaren zur 22. Auflage der Rothmaler Exkursionsflora.
 


 
28. Oktober 2022, Thomas Gregor

Band 16 der Braunschweiger Naturkundlichen Schriften (2020)
Mit diesem Band wurde die Druckausgabe der Zeitschrift eingestellt. J. Mütterlein berichtet über Atriplex intracontinentalis an der Kalihalde Beienrode, F. Müller über den Rückgang von Epipactis purpurata in Braunschweig und T. Kaiser über Teichbodenpflanzen im Landkreis Celle.
 

 
Veröffentlichungen des Museums der Westlausitz Kamenz Band 37 (Oktober 2022)
O. Zinke hat Gagea-Arten auf Friedhöfen im Westen der sächsischen Oberlausitz erfasst.


 
15. Oktober 2022, Thomas Gregor


Annali el Museo Civico di Rovereto 30 (2014)
F. Festi & al. stellen die Kenntnisse über Alchemilla für die Provinzen Belluno, Trento und Verona zusammen. 48 Arten sind bekannt, von den Alchemilla alpinula und Alchemilla lasenii kürzlich beschrieben wurden.

 
Annali el Museo Civico di Rovereto 31 (2015)
F. Prosser und H. Uhlich berichten über den Erstfund von Orobanche lycoctoni im Trentino und Italien. Den Rückgang Chondrilla chondrilloides im Trentino stellt F. Prosser dar. L. Gallo & al. melden Phedimus kamtschaticus und Trichocereus candicans als neu für das Trentino und Italien.

 
Annali el Museo Civico di Rovereto 34 (2018)
Isoëtes echinospora kommt weiterhin in der Trentino-Alto Adige Region vor (A. Cavagna & al.). Alchemilla gretae-gregorii wird von S. Fröhner und F. Prosser aus dem südlichen Trentino beschrieben.

 
Annali el Museo Civico di Rovereto 35 (2019)
Carex maritima wurde neu für das Trentino nachgewiesen (A. Bertolli & al.). A. dalla Vecchia & F. Prosser beschreiben die Verbreitung von Lotus herbaceus und Lotus germanicus in Nordost-Italien.

 
Annali el Museo Civico di Rovereto 37 (2021)
Asplenium trichomanes subsp. pachyrachis und Asplenium trichomanes nothosubsp. staufferi wurden im Trentino nachgewiesen (M. Merli & D. Marchetti).

 
Annali el Museo Civico di Rovereto, Suppl. 1 zu 37 (2021)
Die Ergebnisse einer Tagung zur Kartografie der norditalienischen Flora werden vorgestellt.


 
3. Oktober 2022, Thomas Gregor

Carnets botaniques 113 (September 2022)
Taxonomisch-nomenklatorische Änderungen zur Farnflora Frankreichs, manche davon allerdings nicht zwingend erforderlich, stellt M. Boudrie vor.

19. September 2022, Ralf Hand

 
 
Pollichia-Kurier 38(4) (September 2022)
Kurze Aufsätze berichten über zunehmende Funde von Cuscuta campestris in Nordbaden (H. Bischoff), Funde von Lindernia procumbens und L. dubia in der Vorderpfalz (M. Hassler & D. Vogt) sowie Plantagenanbau von Paulownia tomentosa in der Pfalz (J. Mazomeit).
 
24. September 2022, Ralf HandKew Bulletin 77(2) (Juni 2022)
R. M. Bateman gibt einen Überblick zu Taxonomie und Systematik der britischen Orchideen im Hinblick auf den neuen Verbreitungsatlas.

19. September 2022, Ralf Hand

Taxon 71(4) (August 2022)
A. M. Marchenko & Y. A. Kuzovkina plädieren dafür, die von I. V. Belyaeva vorgeschlagenen Namensänderungen bei Salix fragilis (zu Salix euxina) und Salix ×rubens (zu Salix ×fragilis) nicht zu übernehmen.

11. September 2022, Thomas Gregor

Kieler Notizen zur Pflanzenkunde 46 (September 2022)
 
G. Gottschlich & C. Zidorn bringen Erstnachweise und Bestätigungen für Hieracium- und Pilosella-Sippen aus Schleswig-Holstein. Suaeda verna konnte auf der Hallig Hooge neu für Deutschland nachgewiesen werden (U. Graebner & J. Hebbel). Platanthera chlorantha ist in Schleswig-Holstein stark rückläufig (D. Rennekamp u.a.), unter anderen wegen des Rückgangs von Fraxinus excelsior. C. Zidorn berichtet über bemerkenswerte Fund aus Schleswig-Holstein, so zu Crassula tillaea und korrigiert die Verbreitung von Dactylis polygama in diesem Bundesland.

11. September 2022, Thomas Gregor


Gorteria 44(1) (März-Juni 2022)
Myosotis dubia, neu für Deutschland (Kranenburger Bruch, NRW) erwähnen G.M. Dirkse, B.J.M. Zonneveld & H. Duistermaat in einer umfangreichen Betrachtung vornehmlich niederländischer Populationen im Vergleich zum hexaploiden M. discolor. Auch in der (engl.) Erstbeschreibung von Rubus paraplicatus von In K. Meijer ist ein Beleg aus Deutschland (Hannover, Müllinger Wald) erwähnt. J. Jongsma beschreib Vorkommen von Carex xploegii mit Fotos der Rispen in den Niederlanden. Die Einbürgerung von Veronica spicata auf Texel wird von R. Haveman & I. de Ronde beschrieben. Die Beschreibung der Entwicklung der Segetalflora von C. Bakels ist von paläobotanischem Interesse. Alle Aufsätze online verfügbar:
 
09.September, Bernd Sauerwein

Carnets botaniques 110 (August 2022)
Die seit langem verschollene und taxonomisch umstrittene Elatine major wurde im Pariser Becken wiedergefunden (F. Thiery).

 
25. August 2022, Ralf Hand

Taxon 71(3) (Juni 2022)
Eriksson & al. geben einen Überblick über sieben Gliederungsmöglichkeiten von Potentilla. Sie raten zu einer weiten Fassung von Potentilla mit allen Arten des Subtribus Potentillinae außer dem Anserina-Klade, also unter Einschluss von Duchesnia, Ivesia, Horkelia, Tormentilla aber unter Ausschluss von Alchemilla, Comarum, Dasiphora, Drymocallis, Fragaria und Sibbaldia. D. Iamonico und M. Iberite typisieren die von Linnaeus beschriebenen Alisma natans (= Luronium natans), Alisma parnassifolium (= Caldesia parnassifolia) und Typha latifolia.

8. August 2022, Thomas Gregor

Revue botanique de Grand Est 2022-1 (o. Dat.)
Bestimmungsschlüssel ohne Abb. für die Arten der Gattung Rubus (Vernier, Royer & Weiss). Als Zweck ist angegeben, den Rubus-Schlüssel in der „Flora lotharingia“ (Vernier 2020) um neu nachgewiesene Arten und um taxonomische Neuerungen zu ergänzen. Das von dieser Flora behandelte Gebiet wird jedoch auch von dem kurz danach erschienenen, reich bebilderten und mit Bestimmungsschlüssel versehenen Buch „Le genre Rubus dans le Nord-Est de la France“ abgedeckt (Ferrez & Royer 2021, online-Version für 10 € unter ISBN 978-2-9573791-2-5).
 
https://www.floraine.net/publications.html („2022-7“)

28. Juli 2022, Hans Reichert

 
 
Revue botanique de Grand Est 2022-2 (o. Dat.)
Erstnachweise von Anacamptodon splachnoides, Blindiadelphus campylopodus; Cololejeunea calcarea, Dichodontium flavescens, Lescuraea plicata, Rhynchostegium rotundifolium, Tetrodontium ovatum, Tortella densa, T. inflexa und Tortula marginata für die Vogesen (Cartier, D. & Herbé, T).
 
https://www.floraine.net/publications.html („2022-8“)

28. Juli 2022, Hans Reichert

Decheniana Beiheft 43A (Mai 2022)
Wolfgang Böhme berichtet mit deutlich faunistischem Schwerpunkt über die Artenvielfalt eines Gartens in Bonn. Die Flora wurde von Dorothee Killmann, Eberhard Fischer und Volker Voggenreiter untersucht. Auf dem 1000 m² großen Grundstück notierten sie 192 Gefäßpflanzen-, 39 Moos-, 22 Flechten- und zwei Algenarten.

 22. Juli 2020, Bernd Sauerwein

Adoxa 108 (Brüssel, April 2022)
J.-M. Couvreur nimmt die Entdeckung einer neuen Fundstelle von Agrostis vinealis im wallonischen Teil Belgiens zum Anlass, die dort insgesamt seltene Art ausführlich zu beschreiben und mit der nah verwandten Agrostis canina zu vergleichen. Der Vergleich mit Merkmalsangaben zu den beiden Arten in überwiegend französischsprachiger Bestimmungsliteratur offenbart geringe bis starke Diskrepanzen (auch zwischen den Literaturquellen), vor allem was die Blattfärbung und die Haltung der Rispe vor, während und nach der Anthese betrifft.
 
Fehlbestimmungen von Huperzia selago als Selaginella selaginoides sind nicht so selten, wie man meinen könnte. Die Autoren kamen über Abbildungen zwei aktuellen Fällen auf die Spur, einem davon in einem renommierten französischsprachigen Internetportal zur Pflanzenbestimmung. Sie nahmen das zum Anlass, eine reich bebilderte, doppelseitige Gegenüberstellung der beiden Arten anzubieten (M. Tanghe & M. Louviaux)

 
 
13. Juli 2022, Hans Reichert

Pollichia-Kurier 38(3) (Juli 2022)
Über Urtica membranacea und Styphnolobium japonicum (Syn. Sophora japonica) in der Pfalz berichtet J. Mazomeit.

13. Juli 2022, Ralf Hand

Les Nouvelles Archives de la Flore jurassienne et du nord-est de la France 18 (2022)
Der Band, dessen Beiträge teilweise schon länger online verfügbar waren, ist nun komplett: Carex agastachys in Frankreich (J.-F. Christians & al.), Rubus weissii spec. nov. und R. aciodontoides spec. nov., beide aus Nordostfrankreich (Y. Ferrez & J.-M. Royer bzw. J.-M. Royer), Neufunde von Gefäßpflanzen aus Nordostfrankreich (S. Antoine & al.), Vorkommen von Eranthis hyemalis und Thlaspi alliaceum in Lothringen (S. Antoine), Rosa marginata im Elsass, in zwei Teilen (M. Simon) und verwildernde
Vitis-Sippen in Nordostfrankreich (M. André).


 
12. Juli 2022, Ralf Hand

Carnets botaniques 106 (Juni 2022)
Über Panicum hillmanii im Languedoc sowie zur Situation im übrigen Frankreich berichten F. Andrieu & G. Fried; der Artikel ist mit guten Illustrationen versehen.

29. Juni 2022, Ralf Hand


Bauhinia 28 (Juni 2022)
Florengeographisch bedeutsam sind Funde von Carex glacialis in der Schweiz und Italien. P. Juillerat, J. Guenat & B. Bäumler halten die Art für ein indigenes Florenelement der Alpen und vermuten weitere Vorkommen. S. Sprunger & C. de Jong beschreiben Vermehrung, Ansiedlung und Erfolgskontrolle der Wiedereinführung von Cypripedium calceolus. Von ethnobotanischem Interesse ist eine Zusammenstellung von Pflanzen (und Tieren) zugeschriebenen Orakelsprüchen (J. Brun-Hool, postum). Ferner werden floristische Veränderungen des an der Grenze zur Bundesrepublik gelegenen französischen Naturschutzgebietes Petite Camargue Alsacienne dokumentiert (H. Lenzin). Zwei Beiträge (H. Schneider und J. Stöcklin &. J. M. de Vos) sind C. F. Hagenbach und der Baseler Flora gewidmet.
Der Band ist online verfügbar. [https://botges.ch/bauhinia/aktuelle_ausgabe]

27.06.2022, Bernd Sauerwein


Online- Veröffentlichung des Botanischen Vereins Bochum 141 (06.03.2022)
A. Jagel & M. Lubienski teilen einen Erstfund von Asplenium trichomanes subsp. pachyrachis (inklusive der Hybride A. trichomanes nothosubsp. staufferi) für Nordrhein-Westfalen berichtet. Reich bebildert ist auf Bestimmungsmerkmale hingewiesen.
   27.06.2022, Bernd Sauerwein

Novosti sistematiki vysshikh rasteniy 52 (2021)
[Achtung!! Seit dem Jahrgang 49 (2018) werden zunehmend auch Beiträge in englischer Sprache abgedruckt. Damit ist die Zeitschrift auch Interessenten zugänglich, die die kyrillische Sprache nicht beherrschen. Es bleibt zu hoffen, dass der Trend anhält.]

Im Rahmen einer taxonomischen Bearbeitung der weissrussischen Phragmites-Arten durch V. N. Tikhomirov wird der Name P. nigricans (Mérat) E. S. Marshall et Shoolbred (Basionym: Calamagrostis nigricans Mérat, 1812) als prioriär vor P. communis Trin erkannt. P. nigricans wird lektotypisiert. Die - auch im neuen Rothmaler genannte - Sippe P. australis (Cav.) Steud. subsp. pseudodonax (Rabenh.) Rauschert wird auf Artebene unter dem Namen P. tzvelevii Val. N. Tikhom. neu beschrieben. Es soll sich hierbei um eine alte Hybridisierung von P. nigricans und P. altissimus (Benth.) Mabille handeln. Ob die in Rothmaler (2021: 301) aus Brandenburg u. vom Dortmund-Ems-Kanal mitgeteilten Pflanzen tatsächlich hierher gehören, bedarf der weiteren Untersuchung.


N. M. Reshetnikova teilt Epipactis leptochila (Godfery) Godfery erstmals für den zentralen Teil des europäischen Russland (NE des Oblast Belgorod) mit.



27. Juni2022 Holger       Uhlich

American Journal of Botany 109/4 (April 2022)
Gagnon et al. veröffentlichen eine umfassende Phylogenie der großen Gattung Solanum. Trotz sehr breiten Taxonauswahl und einer Vielzahl verwendeter genetischer Marker, konnten nicht alle Verwandtschaftsverhältnisse eindeutig geklärt werden. Die Autoren vermuten, dass dies durch die sehr schnelle Diversifikation einiger Verwandtschaftskreise begründet ist.
 
 
https://bsapubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ajb2.1827

 
 
23. Juni 2022, Christiane Ritz
 

 
Hornych et al. untersuchten die ontogenetische Entwicklung von Gametophyten von apomiktischen, sexuellen und hybridogenen (apo-sex) Farnarten. Dazu dokumentierten sie Keimung, Meristem-Entwicklung, Geschlechtsausprägung und Entstehung von Sporophyten. Entgegen den Erwartungen führte Apomixis nicht zu einer schnelleren Sporophytenbildung. Apomiktische Farne produzieren auch funktionsfähige Spermien und können so zu Hybridbildungen beitragen.
 
 
https://bsapubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ajb2.1817

 
 
23. Juni 2022, Christiane Ritz
 

 
Annals of Botany 129/6 (Mai 2022)
Orsucci et al. untersuchten die Fitness und Konkurrenzfähigkeit von 4 Capsella-Arten in Abhängigkeit ihres Fortpflanzungssystems (Selbsten vs. Auskreuzen) und der Ploidiestufe parallel in einem Freiland- und in einem Gewächshausexperiment. Selbstbestäubung führt zu verringerter Fitness und Konkurrenzfähigkeit, während Polyploidie keinen klar nachweisbaren Einfluss hatte.
 
 
https://academic.oup.com/aob/article/129/6/697/6553953

 
 
23. Juni 2022, Christiane Ritz
 

Flora 290 (May 2022)
Muravnik et al. erforschten die anatomischen und biochemischen Eigenschaften von Drüsenhaaren in drei Arnica-Arten und fanden zwei Haartypen: Typ 1 war auf Blättern, Blütenstandsachsen, Kelchblättern, Fruchtknoten und am Grund der Kronblätter zu finden. Typ 2 wurde nur von Blütenstandsachsen und Kelchblättern gebildet. Beide Typen sekretierten unterschiedliche Metabolite.
 
 
https://doi.org/10.1016/j.flora.2022.152047

 
 
23. Juni 2022, Christiane Ritz
 
 

 
Journal of Biogeography 49/4 (April 2022)
Mugnai et al. untersuchten die taxonomische, funktionelle und phylogenetische Diversität von atlantischen Grünlandgesellschaften (Violion caninae) in Abhängigkeit vom Klima, Geographie und Boden. Klima und Geographie spielten in großen räumlichen Ausmaßen eine Rolle, Bodenunterschiede sind eher lokal bedeutsam. Die Artenvielfalt nahm hin zu nährstoffreicheren und sauren Böden ab.
 
 
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/jbi.14331

 
 
23. Juni 2022, Christiane Ritz
 

 
Journal of Biogeography 49/5 (Mai 2022)
Hellwig et al. haben anhand genomischer Fingerabdrücke die Differenzierung natürlicher Vorkommen von Pisum sativum im Mittelmeerraum und Westasien untersucht. Populationen Wilder Erbsen durchliefen während der letzten Eiszeit eine starke genetische Verarmung (Flaschenhals), anschließend dehnte sich das Verbreitungsgebiet nach Osten hin wieder aus.
  
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/jbi.14274

 
 
23. Juni 2022, Christiane Ritz
 


Journal of Biogeography 49/6 (Juni 2022)
Chytry et al. geben einen Überblick über europäische Waldsteppen-Mosaike in Mitteleuropa in Abhängigkeit von Topographie und Klima.
 
 
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/jbi.14364

 
 
23. Juni 2022, Christiane Ritz

British & Irish Botany 4(2) (Juni 2022)
Neben eher britischen Themen (etwa zu Hieracium, Sorbus, Cephalanthera und Orchideen generell) verdienen vor allem folgende Artikel Erwähnung: ein Konspektus zu Vulpia (C. A. Stace), Hybriden zwischen Atriplex littoralis und A. prostrata (M. Wilcox), Typisierung von Papaver medium L. (D. Iamonico).

 18. Juni 2022, Ralf Hand

Phytokeys 197 (Mai 2022)
I. Hoste und F. Verloove geben einen detaillierten Überblick über Echinochloa in Südwesteuropa; mit Schlüssel.
   
27. Mai 2022, Thomas Gregor

British & Irish Botany 4(1) (Februar 2022)
Wolffia globosa und W. columbiana wurden inzwischen auch in England angetroffen (R. V. Lansdown & al.) Erneut wird das Thema der Tripleurospermum-Hybriden aufgeworfen (M. Wilcox).

 
23. Mai 2022, Ralf Hand

Botanischer Rundbrief für Mecklenburg - Vorpommern 58 (2021)
Das Heft 58 ist ein Sonderheft zur Gattung Taraxacum Sektion Taraxacum in Mecklenburg-Vorpommern. H. Kiesewetter und I. Uhlemann stellen die bisher in Mecklenburg-Vorpommern gesammelten Arten dieser Sektion in Wort und Bild vor.

 
22. Mai 2022, Heike Ringel
 
 
Berichte aus den Arbeitskreisen Heimische Orchideen 38(1)  -2021
Bei Wucherpfennig stehen die Weißen Waldhyazinthen im Mittelpunkt. Desweiteren werden Orchideen-Gattungshybriden in Europa vorgestellt; Erkenntnisse zur Vielfalt der Epipactis-Arten im südlichen Italien geteilt bzw. die Spätblühende Bocks-Riemenzunge (Himantoglossum hircinum ssp. aestivalis) für die  Nördliche Frankenalb vorgestellt.


 
22. Mai 2022, Heike Ringel
 
 
Berichte aus den Arbeitskreisen Heimische Orchideen 38(2)  -2021
Klüber & Lohr stellen das Kriechende Netzblatt (Goodyera repens) und seine Verbreitung in Deutschland vor. Weitere Artikel widmen sich dem Ophrys apifera-Formenkreis in Kroatien, Ergänzungen zur rumänischen Orchideenflora bei Nigritella und Dactylorhiza oder den Neufunden von Epipactis greuteri in Oberösterreich. Bei Lachmair stehen Erkenntnisse zur Bestäubung der Sommer-Wendelorchis (Spiranthes aestivalis) im Vordergrund.


 
22. Mai 2022, Heike Ringel

Willdenowia 52(1) (April 2022)
Eine Abhandlung befasst sich mit der Taxonomie von Sagina apetala und S. micropetala (M. S. Dillenberger & J. W. Kadereit) fokussiert auf Deutschland; nicht abschließend geklärt sind mehrere nomenklatorische Probleme und ob die Sippen auch im Mittelmeerraum so klar trennbar sind. Eine weitere Arbeit befasst sich mit F. Tessendorf und dessen Hieracium-Sammlung in Berlin (R. Vogt & G. Gottschlich).


 16. Mai 2022, Ralf Hand

Taxon 71(2) (April 2022)
S. L. Mosyakin führt die Debatte zur Unterdrückung moralisch ungewünschter Taxa-Namen weiter und plädiert für eine Beibehaltung der gegenwärtigen Regeln. Mosyakin & al. stellen den Antrag Aria gegen Chamaemespilus und Torminalis zu schützen, um bei der zu erwarteten Aufteilung von Sorbus in gefiedert- und einfachblättrige Arten vielfache Neukombinationen unter Torminalis zu verhindern.

 
14. Mai 2022, Thomas Gregor

Taxon 71(1) („Februar 2022“ April 2022)

G. F. Smith & E. Figueiredo beschreiben den möglichen formalen Weg zur Unterdrückung moralisch ungewünschter Taxa-Namen; S. D. Wright & L. N. Gillmann versuchen Ähnliches zur Priorisierung indigener Pflanzennamen. D.-K. Chen & al. haben mit verschiedenen Methoden Lycopodiaceae untersucht: Auf Gattungsebene gibt es für Mitteleuropa keine Änderungen. Die Sporenmorphologie spiegelt gut die Phylogenie in der Familie wider. Herbarien haben im Allgemeinen keine Bedenken ihr Material für „de-extinction“-Experimente zur Verfügung zu stellen (G. A. Rocchetti & al.). J. F. Barêa Pastore & A. Martinez typisieren Polygala-Taxa, u. a. Polygala chamaebuxus. Der 23. Bericht des „general committee“ enthält: Konservierung von Avena sterilis, Scilla, Sempervivum tectorum jeweils mit einem konservierten Typus; Verwerfung von Allosurus. Der 72. Bericht des „nomenclature committee“ enthält: Konservierung von Selaginella gegen Didiclis, Konservierung von Allium rotundum mit einem konservierten Typus, Verwerfung von Carex wazmanni (Vorschlag von K. P. Buttler) die Verwerfung von Potamogeton nerviger wird abgelehnt. D. A. Geltman stellt den Antrag Neslia paniculata mit einem konservierten Typus zu konservieren, da der Name sonst für Neslia apiculata verwendet werden müsste. P. P. Ferrer-Galego & A. van de Beek stellen den Antrag Rubus ulmifolius gegen Rubus creticus, Rubus vulgaris und Rubus inermis zu schützen.


 13. Mai 2022, Thomas Gregor
Landschaftspflege und Naturschutz in Thüringen 58(1) (Mai 2022)
Verbreitung und Bestandsentwicklung von Tephroseris crispa stellt H. Endreß dar.

 
9. Mai 2022, Thomas Gregor

Biochemical Systematics and Ecology 101: 104400 (März 2022)  
E. Christensen beschreibt in einem Artikel von J. Wilder & al. die Hybride Doronicum columnae x pardalianches als Doronicum x longeflorens.  In Schleswig-Holstein ist diese Pflanze an diversen Stellen verwildert,  Einzelfunde liegen aus dem Pfälzer Wald und Westfalen vor.

 
 
Botanique 8 (April 2022)  
In einer sehr umfangreichen Arbeit von R. Boeuf & al. werden diverse Festuca-Taxa aus dem Elsass neu beschrieben oder umkombiniert. Neubeschreibungen beziehen sich auf Festuca niphobioides, Festuca wormspeliensis var. ericetorum, Festuca arduennensis, Festuca pseudolemanii, Festuca ovina subsp. rastetteri, Festuca guestfalica subsp. discolor und Festuca guestfalica subsp. kerguelenii. Neukombinationen betreffen Festuca caeruleosaxatilis, Festuca austrovogesiaca. Von diesen Taxa wird lediglich die tetraploide Festuca arduennensis auch für Deutschland (Rheinland-Pfalz) angegeben, wo sie bisher mit der hexaploiden Festuca heteropachys vermengt wurde. Festuca guestfalica subsp. kerguelenii (locus typi im im Département Eure-et-Loir) ist wahrscheinlich in Frankreich weit verbreitet, was auch für Deutschland zutreffen dürfte. Festuca guestfalica subsp. guestfalica wird nur für Kalk in Westfalen genannt.

 
 
26. April 2022, Thomas Gregor

Joannea Botanik 18 (April 2022)
Bei Nymphaea candida gelang ein Wiederfund in der Steiermark (W. R. Franz & P. Hochleitner). Die 9. Folge zu bemerkenswerten Funden aus der Steiermark von K. Zernig, C. Berg, S. Leonhartsberger & E. Vitek bringt u.a. Arum italicum, Claytonia perfoliata, Hedera colchica und Malva parviflora. W. Foelsche stellt einen Blühkalender der mittlerweile 17 europäischen Gymnadenia-Sippen vor; Gymnadenia splendida var. odorata wird neu kombiniert und Gymnadenia conopsea var. eualpina und Gymnadenia conopsea var. aestivalis werden neu beschrieben.

 
Mitteilungen zur floristischen Kartierung in Sachsen-Anhalt 26 (April 2022)
Artikel von G. Brennenstuhl beschäftigen sich mit Cotoneaster-Verwilderungen um Salzwedel (Altmark), Stinsenpflanzen in altmärkischen Parken sowie Bunias orientalis im Altkreis Salzwedel. Ranunculus rionii wurde neu für Sachsen-Anhalt gefunden (K. van de Weyer). Cochlearia danica ist mittlerweile in Sachsen-Anhalt weit verbreitet (A. Krumbiegel). Umfangreiche aktuelle Nachweise aus Sachsen-Anhalt haben H. John & J. Stolle zusammengestellt, darunter zu Carex lasiocarpa, Erysimum x marschallii, Erythronium dens-canis, Glyceria maxima subsp. micrantha und Viola riviniana x rupestris.


 
25. April 2022, Thomas Gregor

Dumortiera 119 (Dezember 2021)
A. Remacle beschreibt die Verbreitung Papaver dubium s. lat. in Belgisch-Lothringen. In guter Fotodokumentation der Merkmale unterscheidet er drei Phänotypen, von denen einer sicher P. dubium s. str. entspricht, die anderen ordnet er mit Vorsicht P. lecoqii bzw. P. confine wurden. Viola lactea wurde in einem Naturschutzgebiet (Ost-Flandern) nach zehnjähriger Pflege gefunden (I. Hoste & al.). Rubus hoplotheca nom. nov. ist von A. van de Beek & D. P. Mercier in Korrektur des Homonyms Rubus raduloides J. W. White neu beschrieben. L. Denys & al. bieten einen Überblick über Vorkommen und Standorte von Nitella confervacea in Flandern.
https://www.plantentuinmeise.be/cms_files/File/Dumortiera_119_Book.pdf


 
21.April 2022, Bernd Sauerwein


Pollichia-Kurier 38(2) (April 2022)
Drei Kurzabhandlungen verdienen überregionale Beachtung: Etablierungstendenz bei Sisymbrium erysimoides in der Pfalz (J. Mazomeit), Delosperma cooperi „subspontan“ ebendort (J. Mazomeit), aktueller Stand der Erfassung von Oenanthe fistulosa in der Pfalz (P. Thomas).


 
19. April 2022, Ralf Hand

Kew Bulletin 76(4) (December 2021)
R. M. Bateman hat sich mit der Phylogenie von Dactylorhiza maculata s. l. befasst, auch mit der Problematik nur Monophyla zu akzeptieren.

 
8. April 2022, Ralf Hand

 
Flora Mediterranea 31, Special Issue (Januar 2022)
Der Sonderband zum 90. Geburtstag von Sandro Pignatti enthält neben Biographischem viele Artikel zur Mediterraneis. Eine Publikation berührt Mitteleuropa am Rande: F. Martini gibt einen Überblick zu Alchemilla im östlichen Alpenbereich Italiens.

 
8. April 2022, Ralf Hand

Neilreichia 12 (Feb. 2022 „31.12.2021“)
A. Billensteiner & HG. Niklfeld stellen eine Raumgliederung Österreichs nach der Pflanzenverbreitung mit Hilfe von Clusteranalysen vor. G. Kiraly & M. Hohla stellen die Vorkommen der Rubus-Corylifolii-Gruppe in Österreich dar. Stöhr & al. geben einen umfassenden Überblick über neophytische Farne in Österreich, darin nach Sporenmessungen der Erstnachweis diploiden Asplenium ceterach für Österreich. Mehrere Artikel bringen Fundmeldungen: S. Lefnaer für das Weinviertel und Wien nördlich der Donau, G. Karrer für Österreich, E. Vitek & al. für Wien sowie C. Gilli & al. wiederum für Österreich. Insbesondere der letzte, mehr als 100 Seiten umfassende Artikel ist bemerkenswert, hier werden teilweise als Ergänzungen der Redaktion umfangreiche Information u.a. zur Bestimmung und der Fundhistorie in Österreich gegeben; jede Fundmeldung mit eigener Literaturliste.


 
28. März 2022, Thomas Gregor

Vernate 40 (16.3.2022)
K.-D. Siegel stellt die aktuell vorkommenden thüringischen Arten der Gattungen Hieracium (18 Arten) und Pilosella (35 Arten) anhand von Kurzcharakteristiken und Herbarbildern (mit Detailaufnahmen) dar.

 
21. März 2022, Thomas Gregor

Hoppea 82 („2021“)
Über den bayerischen Botaniker August Progel berichtet F. Fürnrohr. Für Rubus brdensis wird der erste Nachweis aus Deutschland mitgeteilt (P. & M. Lepši). Die amerikanische Asteracee Heterotheca camporum wurde in München neu für Bayern nachgewiesen (S. Springer).

20. März 2022, Thomas Gregor

Acta ZooBot Austria 158 (2022)
Die Bestäubungsbiologie („verbrannte Blütenspitze“) von Neotinea ustulata wurde experimentell im Gelände untersucht.

 
14. März 2022, Christiane Ritz

American Journal of Botany 109/1 (Januar 2022)
Fogelström et al. untersuchten phänologische Aspekte (Blattaustrieb u. -Seneszenz) in Abhängigkeit der Frühlingstemperaturen, der Pflanzengröße und ihres Reproduktionsstatus sowie Beweidungseffekten an Lathyrus vernus.
 
https://bsapubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ajb2.1789

 
14. März 2022, Christiane Ritz

 
Annals of Botany 129/1 (Januar 2022)
Villami et al. konnten in Experimenten zeigen, dass Herbivorie zu einer unschärferen Ausprägung der Geschlechter in zweihäusigen Individuen von Mercurialis annua führt.
 
https://academic.oup.com/aob/article/129/1/79/6404369

 
14. März 2022, Christiane Ritz

 
Flora 287/2 (Februar 2022)
Kuhn et al. untersuchten das Verhalten von Keimlingen der beiden sympatrischen Arten Crataegus rhipidophylla und C. monogyna und ihrer Hybride. Dabei hatte die Waldart Crataegus rhipidophylla kürzere und dichtere Sprosse als die weniger schattenverträgliche Art C. monogyna, die Hybride stand intermediär zwischen den Eltern.
 
https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0367253021002334

 
14. März 2022, Christiane Ritz
 

 
Perspectives in Ecology & Evolution 54 (März 2022)
In der Slowakei wurden diploide und triploide Populationen von Butomus umbellatus entdeckt, in denen auch beide Zytotypen koexistieren. Bei beiden Zytotypen spielt vegetative Vermehrung eine große Rolle.
 
https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S1433831922000014

 
14. März 2022, Christiane Ritz
 

Perspectives in Ecology & Evolution 54 (März 2022)
Čalasan et al. legen eine biogeographische Analyse zur Verbreitung der Gattung Atriplex vor.
 
https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S1433831922000014

 
14. März 2022, Christiane Ritz
 

Bulletin annuel de la Société botanique du Centre-Ouest 52 (Ende 2021)
Rubus ferrezii wird als neue Art aus Nordostfrankreich beschrieben (J.-M. Royer). Die Neophyten Wolffia columbiana und W. globosa sind neu für Frankreich (J.-M. Lecron & al.). Von F. Zanré stammt eine detaillierte Beschreibung und Analyse der Flora der Trottoirs und Mauern der nordwestfranzösichen Stadt Le Mans. Zu verwildernden Vitis-Hybriden (bis zu sechs(!) Elternarten beteiligt) im westlichen Frankreich äußern sich M. Bréret & M. André.

 
14. März 2022, Ralf Hand

Verhandlungen des Botanischen Vereins von Berlin und Brandenburg 153 (Januar 2022 „2021“)
Herausgegriffen seien: Floristische Funde auf Bürgersteigen der Berliner Innenstadt (R. Hand), Silene dichotoma in Berlin und Brandenburg (M.-S. Rohner), Ansiedlung von Dianthus gratianopolitanus in Ostbrandenburg sowie ein weiterer Artikel zum Schutz von Verantwortungsarten im Vereinsgebiet im Rahmen von WIPs-De (E. Zippel & al.), Quellen zur Holländischen Ulmenkrankheit (A. Förster), Berichte über die Brandenburgischen Botanikertagungen 2015, 2017 und 2019, jeweils mit Listen bemerkenswerter Funde anlässlich der Exkursionen (diverse Autorinnen und Autoren), ferner weitere Exkursionsberichte, die Zusammenfassung des Floristischen Abends 2021 (D. Lauterbach) und eine Würdigung (samt Bibliographie) von Wolfgang Fischer (B. Seitz & V. Kummer).

 
7. März 2022, Ralf Hand

Systematikcs and Biodiversity 18(5-8) (Februar 2022)
In einer umfassenden molekularen und morphologischen Studie wurde Gymnadenia auf den Britischen Inseln untersucht (R. M. Bateman & al.). Der englische Endemit Gymnadenia borealis wurde neben Gymnadenia conopsea und Gymnadenia densiflora bestätigt. Ein Schlüssel nennt Merkmale und deren Sicherheit. Innerhalb Gymnadenia densiflora wird Gymnadenia densiflora subsp. friesica ausgeschieden mit einem Neotypus aus Borkum. Bestimmungen sollten an Populationen ansetzen, nicht an Einzelpflanzen

 
5. März 2022, Thomas Gregor

Pollichia-Kurier 38(1) (Februar 2022)
Eine Notiz berichtet über die starke Ausbreitung von Claytonia perfoliata in der Pfalz und Nachbargebieten (H. Bischoff). M. Hassler fasst aktuelle Tendenzen bei Pflanzenarten der Autobahnmittelstreifen zusammen, vor allem das Oberrheingebiet betreffend

 4. März 2022, Ralf Hand

Thaiszia 32(1) (August 2021)
P. Mártonfi zeigt die Geschichte des 1950 gegründeten Botanischen Gartens in Košice, L. Mártonfiová & al. die seines Herbariums. Vorkommen und Vergesellschaftung von Ranunculus pedatus in der Slowakei werden von P. Eliáš Jr. & al. dargestellt.

 
Thaiszia 32(2) (November 2021)
V. Fráková & al. stellen Verbreitung und Ploidie (6x) von Homogyne alpina in der Slowakei vor. Gypsophila perfoliata verwildert gelegentlich auf Industriestandorten Mitteleuropas (A. Schmotzer & al.). Vorkommen von Ranunculus polyphyllus in der Slowakei werden von D. Dítě & al. dargestellt.

 
28. Februar 2022, Thomas Gregor

Dendrocopos 48 (Dezember 2021)
Vaccinium uliginosum wurde im Hunsrück wiedergefunden; frühere Nachweise werden zusammengefasst (R. Hand).

 
1. Februar 2022, Ralf Hand

Plant Biosystems 155/4 (2021)
Dariusz L. Szlachetko und KollegInnen bringen einen Artikel namens „The natural history oft the genus Cypripedium“.  Entgegen der vielleicht üblicheren Bedeutung des Titels werden  Ergebnisse nuklearer ribosomaler ITS, nuklearer Low-Copy-Gen (ACO) und  Plastidendaten für evolutionäre Rekonstruktionen (molecular clock  analyses) dargestellt.


Plant Biosystems 155/6 (2021)
Stefano Di Natale und Kollegen unter Beteiligung von Zdenka Hroudová haben die Bolboschoenus-Arten  aus Italien auf der Grundlage von Herbardaten überprüft. Die Studie  bestätigte die diagnostische Bedeutung der Achänenmerkmale. Andererseits  erwiesen sich blütenstandsbezogene Merkmale, die in der Vergangenheit  häufig verwendet wurden, als weniger aussagekräftig. Die Studie ergab  verschiedene Neuerungen bei der Verbreitung, auch im Hinblick auf die  jüngste nationale botanische Literatur.  B. yagara wurde zum ersten Mal für Italien nachgewiesen.

Webbia 75/1 (2020)
Lorenzo Gallo berichtet über die „Wiederentdeckung“ von Sempervivum guillemotii. Sie wurde von Martial Lamotte in den französischen Alpen entdeckt und beschrieben, aber abgesehen von Rouy & Camus wurde sie in den französischen Floren nie geführt. Burnat veröffentlichte sie in Unkenntnis unter dem Namen S. adenotrichum; auch dieser Name fand sich erst in der Flora in der neuesten Flora Gallica. Gallo rehabilitiert die Lamottesche Art und bestimmt einen Neotypus für den Namen S. guillemotii und einen Lectotypus für sein Synonym S. adenotrichum. Eine Punktkarte und ein Schlüssel runden die Publikation ab.
 
 
Webbia 75/2 (2020)
Kacper Lechowicz und KollegInnen versuchen eine Bewertung des Einflusses von 19 Klima-faktoren im Vergleich zur taxonomischen Verwandtschaft auf Pollenmerkmale der Gattung Rubus. Es wurde die Hypothese aufgestellt, dass die Morphologie der Pollen mehr durch die taxonomische Verwandtschaft als durch klimatische Variablen in den Vorkommensgebieten bestimmt wird. Diese, etwas naiv anmutende Hypothese wurde zwar erwartungsgemäß bestätigt, aber Evaporationsvariablen können zwischen 2% und 14% der Pollenvariabilität mitbestimmen.

 
 
Webbia 76/1 (2021)
In diesem Heft stellen K. Lechowicz und KollegInnen Untersuchungen zur Pollenmorphologie in Pollen nichteinheimischer Rubus-Arten sowie die taxonomische Verwertbarkeit dieser Merkmale zur Unterscheidung der untersuchten Taxa aus dieser Gattung vor.
 
Eine wichtige und langerwartete Synthese der Aconitum-Flora Europas stellen Józef Mitka (Polen), Andriy Novikov (Ukraine) und Walter K. Rottensteiner (ehemals Starmühler, Österreich) vor. In diesem Artikel stellen sie eine überarbeitete taxonomische Umschreibung von Aconitum
 
subg. Aconitum (Ranunculaceae) in Europa vor. Insgesamt umfasst die Untergattung etwa 250 Arten, wobei das Hauptzentrum der Vielfalt in Ostasien liegt. Insgesamt 94 Taxa (Arten und infraspezifische Taxa, einschließlich Hybriden) kommen in Europa vor. Unter ihnen sind 22 einheimische Arten und 28 Nothospezies.

Plant Ecology & Diversity 14/3-4 (2021)
Auf der Grundlage eines Überblicks über die molekularphylogenetische Literatur zeigen Joachim Kadereit und Richard Abbott, dass es mittlerweile zahlreiche Belege dafür gibt, dass Artbildungen und Radiationen während des Quartärs besonders auf Inseln und in montanen und ariden Regionen regelmäßig auftraten. Sie weisen daher die traditionelle Ansicht der Paläobotanik zurück, dass Artbildungen während dieses Zeitraums nur selten auftraten und erörtern kurz mögliche Gründe für die verschiedenen Auffassungen.

Studia Botanica Hungarica 51 (2020)
Mészáros, T. und Tóth, S. berichten in zwei Artikeln über blütenbesuchende Dipteren an Adonis vernalis und Pulsatilla grandis Populationen im Bakony-Gebirge. Zoltán Barina und Kollegen bringen Teil 11 der Reihe „Taxonomical and chorological notes.“ Darin neue Nachweise von 14 Taxa, von denen 8 in Europa heimisch und 6 eingeführt sind. Drei Arten werden neu aus dem Kosovo (Corrigiola litoralis, Dysphania pumilio, Equisetum pratense) und eine (Chamaecytisus purpureus) aus Nordmazedonien gemeldet. Auch für Nordmazedonien wird das Vorkommen von Corydalis pumila bestätigt. Während Teil 12 Moosen und Flechten gewidmet ist, stellt Dávid Schmidt in Teil 13 Coronopus didymus als Neunachweis für Ungarn nach 100 Jahren Abwesenheit (?) vor.
  
Zprávy České botanické společnosti 55/1-2 (2020)
Im Artikel Additamenta ad floram Reipublicae Bohemicae. XVIII. stellen Pavel Lustyk und Jan Dolezal die wichtigsten floristischen Befunde der Jahre 2018–2019 vor. Neu gefundene autochthone Taxa umfassen Asplenium fontanum, Picris hieracioides subsp. umbellata, Rubus placidus und Spergularia echinosperma subsp. albensis. Zu den bestimmungskritischen neuen Sippen zählen Rubus jarae-cimrmanii, R. perpungens und R. vatavensis, sowie Taraxacum aspectabile und die dort endemischen T. clandestinum und T. sparsum wurden kürzlich aus unserem Gebiet beschrieben. Heracleum sosnowskyi ist eine der neu gefundenen nicht-einheimischen Arten. Weiterhin berichtet wird über Funde kritisch bzw. vom Aussterben bedrohter Arten. Epilobium lanceolatum, das als ausgestorben galt, wurde wiederentdeckt.
     
       
Zprávy České botanické společnosti 56/1-2   (2021)
In Additamenta ad floram Reipublicae   Bohemicae XIX“ fassen Pavel Lustyk   und Jan Dolezal  die Ergebnisse der Arbeit von Floristen und   Taxonomen aus dem Gebiet der Tschechischen Republik für den Zeitraum 2019 -   2020 zusammen. Zu den neu nachgewiesenen bzw. bestätigten Taxa gehören Carex agastachys, Stellaria ruderalis, Ficaria  ×sellii,   die (vermutete) Tripelhybride Pilosella   bauhini  × P. glomerata  × P. officinarum, Rubus juennensis  sowie Taraxacum atactum und T. planum. Weiterhin Dracocephalum parviflorum, Elymus obtusiflorus, Impatiens edgeworthii, Mollugo verticillata, Oxalis exilis, Polypogon viridis und Sporobolus   vaginiflorus. Neben verwilderten Zierpflanzen wird auch über Funde kritisch   gefährder Arten, zum Beispiel Arnoseris   minima, Botrychium matricariifolia,   Bromus secalinum, Chimaphila umbellata, Cystopteris sudetica, Elatine alsinastrum, Epipogium aphyllum, Filago germanica, Himantoglossum adriaticum, Hypericum   pulchrum, Pseudognaphalium luteoalbum,   Utricularia ochroleuca und Viola kitaibeliana. Sie haben auch   zwei Taxa gefunden, die als ausgestorben galten - Amaranthus graecizans   subsp. sylvestris und Asperula   arvensis.
Über Saatgutmischungen als potenzielle   Quelle nicht einheimischer, aber z.T. auch eigentlich gefährdeter Arten   berichten Kateřina Štajerová und   KollegInnen.
Frantisek Krahulec beschreibt Ursachen großer Populationsvariabilität bei Pilosella und   gibt Hinweise, wie man sie untersucht.
Über die Wiederherstellung erloschener   Salzwiesen bei Šakvice in Südmähren berichten Milan   Chytrý und Jiří Danihelka.
  
        
27.Januar 2022,Erik Welk
     

Carnets botaniques div. no. (2021)
In zahlreichen Artikeln befasst sich L. Belhacène in dieser relativ neuen E-Zeitschrift für die französische Großregion Okzitanien mit der Deutung und Typisierung der zahllosen Rubus-Namen von Sudre (z. B. no. 53). Etliche der Artikel betreffen auch mitteleuropäisches Material. Wolffia globosa wurde nun auch in Frankreich gefunden (no. 52; F. Niebler & al.). P. Coulot & P. Rabaute listen in einer 3. Folge Nachträge zu Ihrer Leguminosen-Monographie für Frankreich auf (no. 31).
https://sbocc.fr/carnets-botaniques/

 
26. Januar 2022, Ralf Hand

Phytotaxa 531(1) (Januar 2022)
Die Kontroverse um die beiden Namen Calamagrostis stricta und C. neglecta wird von A. N. Sennikov erneut thematisiert.

 
22. Januar 2022, Ralf Hand
 
 
British & Irish Botany 3(4) (Dezember 2021)
Arbutus unedo ist zwar kein Element der mitteleuropäischen Flora, aber eine Arbeit aus Irland (M. S. Skeffington & N. Scott) zeigt eindrücklich, wie kritisch vermeintliche Arealvorposten von Arten betrachtet werden sollten (in diesem Fall wohl „nur“ ein Archäophyt). Eine vielschichtige Übersicht zu Viscum album auf den Britischen Inseln  gibt J. Briggs. Das ebendort neophytische Epilobium (tetragonum subsp.) tournefortii hybridisiert bereits mit anderen Sippen (G. Kitchener & al.).

 
22. Januar 2022, Ralf Hand

Gorteria 43(1) 2021
Die meisten Aufsätze (in Niederländisch, wenn Englisch: engl.) sind reich bebildert, enthalten Merkmalsbeschreibungen oft in Abgrenzung zu benachbarten Sippen sowie Standortbeschreibungen und Verbreitungen, die auch über die Niederlande hinaus von Belang sind. Besonders interessant sind, neben der von H. Duistermaat, L. B. Sparrius & T. Denters überarbeiteten Standartliste der Flora der Niederlande, Erstbeschreibungen mit Vorkommen in Deutschland. Neu beschrieben sind zwei Rubus-Sippen sowie drei Carex-Hybride. A. van de Beek (engl.) beschreibt Rubus meijerianus, die in Kultur entstand und verwildert. Rubus lianos (Ser. Mucronati), von A. van de Beek, R. Haveman, R. Berkhout & I. de Ronde (engl.) beschrieben, ist im Niederländisch-Belgisch-Deutschen-Grenzraum verbreitet. Fundorte aus NRW sind angegeben. J. Koopmann beschreibt neu Carex ×helenae (C. demissa × oederi) mit F. van Beusekom & H. Waltje (engl.) und Carex ×terschellingensis (C. acuta × trinervis) und Carex ×reichgeltii (C. acuta × aquatilis) mit H. Więclaw & H. Waltje (engl.). Für letztere wird ein Beleg aus Niedersachsen (B) angeführt. Neu für die Niederlanden sind Equisetum xmeridionale (E. ramosissimum × variegatum; W. de Winter & N. De Sommer), Epipactis veluwensis (C. A. J. Kreutz, H. Dekker, G. Bons & H. Löffler) und Himantoglossum robertianum (C. A. J. Kreutz & J. C. Zuyderduyn). Neophytisch breitet sich Asplenium scolopendrium aus (L. H. Batenburg); wächst Cytisus striatus auf Militärgelände (R. Haveman, I. de Ronde & A. van der Berg) und gedeihen amerikanische Cyperaceae (Carex scoparia, Scirpus cyperinus, S. georgianus, Eleocharis engelmannii) in einem Neubaugebiet bei Son en Breugel (J. Bruinsma, S. Gonggrijp & J. Spronk). L. H. Batenburg beschreibt reich bebildert die Unterscheidung von Dryopteris affinis und D. borreri anhand der Indusia. Die Verbreitung von Nymphaea candida auf Gaasterland beschreiben R. Haveman & D. Venema.
 
https://natuurtijdschriften.nl/col/2/#facet=issued_year:2021;facet=host_volume:43;facet=host_issue:1

7.Januar 2022, Bernd Sauerwein

Bulletin de la Société des naturalistes luxembourgeois 123 (Dezember 2021)
Der Jahresband enthält folgende Beiträge: Nachweise von Cyrtomium fortunei und anderen gartenflüchtigen Farnen in Luxemburg (Y. Krippel & P. Thommes), morphologische Untersuchungen an Alopecurus rendlei in Luxemburg und Nachbargebieten inkl. der letzten deutschen Vorkommen (L. Besch & al.), Erstnachweisdaten invasiver Neophyten in Luxemburg (C. Ries & Y. Krippel).

4. Januar 2022, Ralf Hand

Systematic Botany 46(4) (Dezember 2021)
Fawcett et al. präsentieren die Ergebnisse einer umfassenden phylogenetischen Studie der Thelypteridaceae. Entsprechend der darauf basierenden neuen Klassifikation umfasst die Familie 37 monophyletische Gattungen.
 
https://doi.org/10.1600/036364421X16370109698650
 
03.01.2022, Jens Wesenberg
 
Systematic Botany 46(3) (Oktober 2021)
Whittemore et al. stellen eine auf RAD-Sequenzen (Restriction Site Associated DNA-Sequenzen) basierende Phylogenie der Gattung Ulmus vor und präsentieren eine überarbeite infragenerische Klassifikation der Gattung mit Bestimmungsschlüssel, Beschreibungen und Verbreitungskarten für die Untergattungen und Sektionen.
 
https://doi.org/10.1600/036364421X16312068417039
 
03.01.2022, Jens Wesenberg

 
Ukrainian Botanical Journal 78(4) (2021)
S. L. Mosyakin schlägt Änderungen und Ergänzungen zu der von Uotila et al. (vgl. Taxon 70(3), 2021) vorgelegten infragenerischen Klassifikation der Gattung Dysphania vor, und beschreibt Dysphania sect. Cycloloma (Moq.) Mosyakin (mit der einzigen Art D. atriplicifolia = Cycloma atriplicifolia) als neue Sektion, sowie drei Subsektionen innerhalb der Sektion Dysphania. Außerdem diskutiert er die Nomenklatur von D. graveolens und zeigt, dass die Erstbeschreibung des Taxon unter dem Namen Chenopodium graveolens durch Lagasca und Rodríguez (1802), nicht durch Willdenow (1809) erfolgte. Demzufolge ist die Autorenangabe für D. graveolens in „(Lag. & Rodr.) Mosyakin & Clemants“ zu korrigieren.
 
https://doi.org/10.15407/ukrbotj78.04.266
 
03.01.2022, Jens Wesenberg
 

 
Adansonia 43(20) (Oktober 2021)
Tantawy et al. untersuchen die Bedeutung mikrofloraler Merkmale für das Verständnis der Verwandtschaftsbeziehungen und evolutionärer Trends bei 25 Brassicaceae-Arten. Aus den Ergebnissen schlussfolgern die Autoren, dass die Vaskularisation von Kelch-, Kron-, Staub- und Fruchtblättern sowie Nektarien als verlässliches diagnostisches Merkmal auf Artebene anzusehen ist.
 
https://doi.org/10.5252/adansonia2021v43a20
 
03.01.2022, Jens Wesenberg
 
Jahrbücher des Nassauischen Vereins für Naturkunde, Band 142 (2021)
R. Wittig listet und charakterisiert die im Taunus häufigsten „historischen“ und  „modernen“ Gartenflüchtlinge, vergleicht beide Gruppe und wirft die Frage auf, ob die Verwilderung in Gärten kultivierter gefährdeter einheimischer Arten bei der Einschätzung ihres Gefährdungsgrades berücksichtig werden sollte. H. J. Roth betrachtet die Geschichte der Klostergärten und die Rolle der Mönche für die Botanik. H. Küster gibt einen Überblick über die Geschichte und Arbeitsschritte der Pollenanalyse und diskutiert den Unterschied zwischen den direkten Ergebnissen der Methode und den daraus ableitbaren Interpretationen.
 
03.01.2022, Jens Wesenberg
 

 
Die Pflanzenpresse 43 (April 2021)
Die Ausgabe enthält 3 Kartieraufrufe für Baden-Württemberg bzw. Südwestdeutschland.
Zur Erforschung und weiteren Bearbeitung der Gattung Alchemilla bittet R. Kaufmann um Zusendung von Fotos und/oder Herbarbelegen.
Für das Projekt AgroBioDiv werden Kartierer der Ackerbegleitflora  - zunächst vorrangig auf Flächen des Ökolandbaus – gesucht. (siehe: https://oekolandbauforschung-bw.uni-hohenheim.de/agrobiodiv_aktuelles).
 
R. Rieks ruft zur Kartierung der Laubholzmistel (Viscum album subsp. album) und ihrer Wirtsbäume in Südwestdeutschland auf und stellt eine vorläufige Artenliste der Wirte in Baden-Württemberg und im Ulmer Raum zur Verfügung.
 
https://www.botanik-sw.de/BAS/module/wordpress/wp-content/uploads/2021/04/Pflanzenpresse_43.pdf
 
03.01.2022, Jens Wesenberg
 
Fauna und Flora in Rheinland-Pfalz 14(3) (Dezember 2021)
Der Band enthält einen Nachruf auf Walter Lang (M. Niehuis).

3. Januar 2022, Ralf Hand

Phytotaxa 528(3) (Dezember 2021)
P. P. Ferrer Gallego & J. Fabado befassen sich mit der Typisierung von Ulmus glabra.

1. Januar 2022, Ralf Hand


09.12.2022
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