2024 - GEFD

Gesellschaft zur Erforschung der Flora Deutschlands
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2024

24.02.2024
Phytotaxa 635(4) (Januar 2024)
Anmerkungen zur Typisierung von Typha shuttleworthii stammen von S. di Natale & al.

24. Februar 2024, Ralf Hand

Dendrocopos 50 (Januar 2024)
Der Band enthält einen Überblick zum Florenwandel in der Region Trier in den
letzten 50 Jahren (R. Hand) sowie Angaben zu Neufunden von Festuca patzkei im
Raum Trier, eingebettet in einen Gesamtüberblick zu dieser Sippe
in Deutschland (H.
Reichert).

24. Februar 2024, Ralf Hand


American Journal of Botany 110/7 (Juli 2023)
 
Weaver et al. diskutieren, inwieweit Sprachmodelle (z.B. ChatGPT) bei der Erschließung von Herbarien helfen können.

   
 
19. Februar 2024, Christiane Ritz

 

 
Diversity and Distribution 29/12 (Dezember 2023)
 
Petitpierre et al. untersuchten die Gefährdung des in Eurasien heimischen Weinstockes (V. vinifera ssp. sylvestris) im Hinblick auf Klimawandel und Konkurrenz durch verwilderte Kultursorten und sich ausbreitende amerikanische Arten, die als Unterlagen verwendet werden.

   
 
19. Februar 2024, Christiane Ritz

 
International Journal of Plant Sciences 185/1 (Januar 2024)

 
Streher et al. untersuchten den Einfluss von Polyploidie und Fortpflanzungssystemen auf funktioneller Blütenmerkmale anhand von Herbarbelegen von 40 Brassicaceae-Arten. So konnten sie zeigen, das selbstinkompatible Polyploide größere Blüten besaßen als selbst-inkompatible Diploide, aber es bestand kein Unterschied bei selbst-kompatiblen Arten. Unabhängig der Ploidie wurden auf Narben selbstinkompatibler Arten mehr artfremder Pollen gefunden als auf selbstkompatiblen.
   
 
19. Februar 2024, Christiane Ritz
 

 
Plant Biology 25/7 (Dezember 2023)
 
Iberl et al. verglichen die genetische Diversität der Samenbank und der vor Ort vorkommenden Pflanzen in natürlichen Populationen von Origanum vulgare. Sie stellten keine gravierenden Unterschiede fest, d.h. die Regeneration von gesunden Populationen nach oberirdischer Habitatveränderung aus der Samenbank ist ein geeignetes Vorgehen.

   

 
19. Februar 2024, Christiane Ritz

Floristische Notizen aus der Lüneburger Heide 32 (Februar 2024)
Im Landkreis Celle verwildern fünf Helianthus-Sippen (H. Langbehn).

18. Februar 2024, Thomas Gregor

Berichte der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz 31 (Februar 2024)
Das Vorkommen von Gagea villosa auf Friedhöfen, Wallanlagen und in Parken in der
sächsischen Oberlausitz haben O. Zinke & al. untersucht. Die Art besiedelt Gebiete
mit sommerwarmem und niederschlagsarmen Klima auf guten Böden, ist aber
deutlich seltener als Gagea pratensis. Nach L. Zwiebel ist Campanula rapunculoides
Neophyt in Deutschland. Die Pflanze verwilderte aus Anbau. Gleichzeitig soll es in
Deutschland indigene bisher mit Campanula rapunculoides verwechselte Arten
geben, die noch unbeschrieben sind.

13. Februar 2024, Thomas Gregor

Miteilungen zur Floristischen Kartierung in Sachsen-Anhalt 28 (Februar 2024)
D. Frank und H. John kennzeichnen mit reicher Bebilderung die Unterschiede
zwischen Stellaria ruderalis, Stellaria neglecta und Stellaria media sowie die bisher
bekannte Verbreitung von Stellaria ruderalis in Sachsen-Anhalt. G. Brennenstuhl
beschreibt das Vorkommen von Potentilla-Arten im Altmarkkreis Salzwedel,
bemerkenswert ist das isolierte Vorkommen von Potentilla ×subarenaria. D. Frank
und K. Lange geben einen Überblick über das Herbarium des Landesamtes für
Umweltschutz Sachsen-Anhalt (HALN).

10. Februar 2024, Thomas Gregor

British & Irish Botany 5(3) (Dezember 2023)
Jenseits des Kanals verdienen aus dem neuen Heft eigentlich nur zwei Artikel
besondere Beachtung: Ökologie und Verbreitung von Orobanche picridis auf den
Britischen Inseln (F. J. Rumsey & C. J. Thorogood), Status von Artemisia campestris
subsp. maritima ebendort (A. Jones &F. J. Rumsey). Letztgenannte Sippe kommt
zwar nicht in Deutschland vor, der Artikel berührt aber die auch an hiesigen Küsten
sowie im Binnenland gern geführten Diskussionen über Arten mit „natürlichen
Arealerweiterungen ohne menschlichen Einfluss“ (im spätestens mit dem
Klimawandel bis in den letzten Winkel anthropogen überprägten Deutschland?!)
gegenüber solchen mit „eindeutig“ anthropogenem Hintergrund.

1. Februar 2024, Ralf Hand

Carnets botaniques 177 (Januar 2024)
Die Reihe zu Verbascum-Hybriden wird fortgesetzt: diesmal V. pulverulentum x V.
thapsus (M. Klesczewski & al.).

1. Februar 2024, Ralf Hand

Gorteria 45 (2023)
Der Band enthält zahlreiche Beiträge zu Wieder- und Neufunden: J. Diemeer & J. Koopman: Carex
bohemica; H. Duistermaat &al.: Hypericum anagalloides; C. A. J. Kreutz &al.: Paludorchis laxiflora; R.
Haveman &I. de Ronde: Hieracium monstrosum (aus Saatgutverunreinigung). Die Verbreitung des
Neophyten Cardamine corymbosa (M. Zonderwijk & G. Hendriksen) und amerikanischer
Gamochaeta-Arten (mit Schlüssel) sind umfassender dargestellt (F. Verloove & al.). In einer
Darstellung zur Verbreitung und Rückgang von Taraxacum frisicum (syn. T. apiculatum; Sect.
Palustria) auf den friesischen Inseln weisen J. Hofstra & O. G. Zijlstra auch kurz auf Vorkommen in
Deutschland (Bayern, Thüringen) hin. Mit Hieracium doryphorum beschreiben R. Haveman & I. de
Ronde eine neue Habichtskraut-Art der Sektion Vulgata. Vier Arbeiten sind Brombeeren gewidmet:
Neu beschreiben K. Meijer & A. v. de Beek R. horridifolius (Ser. Corylifolii) und R. frieslandicus (Ser.
Viatici) aus Nordniederlande. A. v. de Beek diskutiert die Typisierung von Rubus opacus. Korrekturen
und Lectotypisierungen weiterer Rubus-Arten teilen A. v. de Beek & D. P. Mercier mit. Ausgehend
von der Betrachtung der infragenerischen Struktur der zweifarbigen Brombeeren beschreibt A. v. de
Beek die Serie: Porphyri neu. J. A. M. Janssen &al. diskutieren die Taxonomie von Salicornia.
https://natuurtijdschriften.nl/col/2/#filter=all:Gorteria;facet=host_volume:45

19. Januar 2024, Bernd Sauerwein

Veröffentlichungen des Bochumer Botanischen Vereins 15(2-6) –2023
Die Internet-Veröffentlichungen sind wie gewohnt gut bebildert. M. Lubienski berichtet mit
tabellarischem Schlüssel über Vaccinium xintermedium (V. myrtillus x V. vitis-idaea) im
nordwestliches Sauerland. Er regt zu einer gezielten Suche an, da Vorkommen an geeigneten
Standorten nicht unwahrscheinlich seien. Über einen weiteren Hybrid, Jacobaea ×albescens (S.
martitima x S. vulgaris), der inzwischen regelmäßig in NRW gedeiht, informiert F. W. Bomble. Zwei
kurze Beiträge gelten der Adventivflora: Ein Wiederfund von Vulpia ciliata nach fast 100 Jahren (J.
Knipfer & al.) und eine Zusammenstellung von Friedhofsfunden aus dem westlichen Ruhrgebiet (C.
Buch). Erwähnenswert ist auch die umfangreiche Darstellung mit Feldmerkmalen der Haarmoose
(Orthotrichaceae) um Aachen (F. W. Bomble).
Kurzmitteilungen des Bochumer Botanischen Vereins 3 –2023
In den Kurzmitteilungen wird auf interessante floristische Funde hingewiesen: Alchemilla propinqua
in der Nordwest-Eifel (F. W. Bomble & N. Joußen); Hieracium patzkei am Blausteinsee bei Eschweiler
Dürwiß und Epilobium lanceolatum auf dem evangelischen Friedhof in Wattenscheid.
19. Januar 2024, Bernd Sauerwein

Dumortiera 123 (2024)
Die Redaktionsleitung hat gewechselt und das Layout wurde aufgefrischt. Im aktuellen Heft beschäftigen sich die zwei ersten Beiträge mit der Entdeckung von seltenen Moosarten in Belgien: Atrichum angustatum (Brid.) Bruch & Schimp. (D’Hondt et al., pp. 5–8) und Didymodon umbrosus (Müll. Hal) R.H. Zander (De Beer, pp. 9–10).
 
De Beer (pp. 11–15) stellt auch einen Hybriden zwischen Elytrigia acuta und E. repens – E. ×olivieri (Druce) Kerguélen ex Carreras vor, der wohl gewöhnlich in den Poldern vorkommt, jedoch unter Beachtung der Verbreitung eines Elters (E. acuta) auf die Küste und entlang des Flusses Schelde N von Antwerpen beschränkt sein soll. Es werden Unterschiede des Hybriden zu den Eltern gezeigt.
 
Verloove (pp. 16–20) berichtet über den Fund eines in Belgien lokal etablierten, aus Süd-Afrika stammenden, Neophyten: Pseudognaphalium undulatum (L.) Hilliard & B.L. Burtt. In Westfrankreich und auf den Kanalinseln ist die Art seit 200 Jahren eingebürgert und wurde bereits auch in den Niederlanden und Italien gefunden. Auch in Belgien scheint sich die Art auszubreiten. Es werden Unterschiede zu ähnlichen Arten (zB P. luteoalbum) besprochen. Hoffen wir auf kein zweites Senecio inaequidens ...
 
Die zwei abschließenden Beiträge betreffen die Gattung Euphorbia: Zunächst bringt uns Baeté (p.  21–23) die Unterart robbiae (Turril) Radcliffe-Smith von Euphorbia amygdaloides näher. Die „Türkische Mandelwolfsmilch“ (Ms. Anne Robb sammelte die erste Pflanze 1891 bei Istanbul und brachte sie in einer Hutschachtel nach England) scheint sich seit 1977 in England auszubreiten und hat dort den Status eines eingebürgerten Neophyten. In Belgien kommt sie in einem NSG vor.
 
Tanghe & Valentini (pp. 24–26) erörtern die Herkunft, Präsenz und Ökologie von Euphorbia segetalis L. – einer mediterranen Art – in Belgien. Die Art wurde an zwei Stellen in Belgien gefunden, was nach Ansicht der Autoren neues Licht auf eine mögliche lokale Einbürgerung wirft. Die infraspezifische Variation dieser Art und deren systematische Verwandtschaft werden ebenfalls diskutiert.
 
 
Adoxa (Brüssel) 110 (2023)
Die  herausgebende Vereinigung AEF (Association pour l’étude de la  floristique) gibt wegen Personalmangels und fehlender staatlicher  Förderung eines Kartierungsprojekts ihre Eigenständigkeit auf und  gliedert sich in die Vereinigung „Naturalistes belges“ ein. Deshalb  erscheint die Zeitschrift Adoxa seit ihrer Begründung vor 30 Jahren zum  letzten Mal.
Im  Bericht über eine Exkursion in den Ardennen macht J.-L. Giot auf S. 5  im Rahmen einer Randnotiz detaillierte Angaben über die regionalen  edaphischen Standortbedingungen für Mercurialis perennis.
M. Tanghe bezweifelt, dass man bei Euphorbia segetalis morphologisch und pflanzengeographisch die Unterarten segetalis und portlandica unterscheiden kann.

Hans Reichert 15.Januar 2024

Naturforschende Gesellschaft Bamberg, LXXXI., Bamberg 2012-18 (Juli 2019)
Es sei an dieser Stelle festgehalten, dass seit 2019 bisher noch keine weiteren Jahresberichte der
Naturforschenden Gesellschaft Bamberg veröffentlicht wurden. Ich möchte aber auf vier
verschiedene Artikel von A. Riechelmann über Orchideen in der Fränkischen Alb und Schweiz
hinweisen (S. 12-54). Riechelmann zeichnet u.a. die sicherlich durch den Klimawandel geförderte
Ausbreitung von Orchis simia in Süddeutschland bis in bayerische Franken nach (S. 12-20). In einer
weiteren Veröffentlichung macht A. Riechelmann auf Vorkommen von der Weißen Waldhyazinthe
[Platanthera fornicata (C.C. Babington) Buttler] in der nördlichen Frankenalb (S. 41-45) aufmerksam.
Als Unterscheidungsmerkmale zwischen P. fornicata und P. bifolia greift der Autor auf eine
Publikation von Buttler (2011) zurück.

Biodiversity Research and Conservation 56 (2019)
E. Zenkteler & O. Nowak (pp. 1-12) stellen in einer ausführlichen und beachtenswerten Studie die
morphometrisch differenzierenden Merkmale der Adlerfarn-Sippe Pteridium aqulinum subsp.
pinetorum vs. P. aquilinum subsp. aquilinum vor. Die Freilanduntersuchungen wurden in Polen
durchgeführt. In Deutschland werden beide Sippen erst seit 2008 (D. Frank) differenziert. Mir selbst
sind Vorkommen von P. aquilinum subsp. pinetorum seit 2009 östlich von Hannover bekannt. Die
Verbreitung in Deutschland ist immer noch nicht geklärt.

Biodiversity Research and Conservation 68 (2022)
Dariusz Tlalka et al. (pp. 9-14) stellt Equisetum x meridionale (Milde) Chiov., eine für Polen neue
Schachtelhalm-Hybride vor. In der Publikation werden die diagnostischen Merkmale der Hybride mit
ihren Elternarten E. ramosissimum und E. variegatum verglichen, mikroskopische Merkmale mit
Bildmaterial unterlegt. Alle drei Sippen lassen sich auch mittels Durchfluss-Zytometrie (FCM)
voneinander trennen.

Biodiversity Research and Conservation 69 (2023)
E. Zenkteler et al. (pp. 55-62) befassen sich in einer Studie mit extrafloralen Nektarien, welche an den
beiden Unterarten von Pteridium aquilinum nachgewiesen wurden. Die Charakterisierung der Sekret-
absondernden Nektarien wird durch sehr gute Makro- und Mikroskop-Aufnahmen dokumentiert. Im
Artikel wird u.a. die jahreszeitlich begrenzte Ausbildung der Nektarien bei Adlerfarnen und mögliche
Wechsel-Beziehungen mit Insekten diskutiert.

The Botanical Review, Vol. 89 (2023)
B. Edson-Chaves et al. (pp. 19-58) beschäftigt sich in einem Review mit der historischen und
evolutionsbiologischen Einordnung der Ligula, einen klassischen Bestimmungsmerkmal, in der
Familie Poaceae. Da die Ausbildung der Ligula bei Gräsern ein wichtiges diagnostisches Merkmal
darstellt, kann eine Sichtung des Artikels zumindest für diejenigen lohnen, die sich mit
taxonomischen Fragen zu Süßgräsern beschäftigen.

Conservation Genetics, published 18. August 2023
L. Capria et al. (14p.) untersuchten in einer „range-wide study“ die genetische Vielfalt von 40 Arnica
montana-Populationen zwischen dem südlichen Frankreich und dem südlichen Skandinavien. Die
genetische Variation von Süden nach Norden bzw. von Osten nach Zentraleuropa über die
geografische Distanz deutlich ab, abhängig vom Breitengrad. Die geringste genetische Variation
wurde in Skandinavien nachgewiesen. Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse diskutieren L. Capria et
al. mögliche Handlungsempfehlungen zur bestmöglichen mittel- und langfristigen Erhaltung der
gefährdeten Art. Bei Artenschutzmaßnahmen ist u.a. besonders auf die Sicherung der Habitate in den
Refugial-Vorkommen mit hoher genetischer Diversität zu achten.

Conservation Genetics, Accepted 24. July 2023
I. Mewis et al. (17p.) haben die genetische Vielfalt von der Knotenblütigen Sumpfsellerie
(Heliosciadium nodiflorum) von 20 Vorkommen in Deutschland (Nordrhein-Westfalen, Hessen,
Rheinland-Pfalz) untersucht. Es konnten 15 geografische Regionen differenziert werden, die sich
genetisch voneinander unterscheiden.

Hydrobiologia, 850 (2023)
J. M. M. van der Loop et al. (pp. 699-714) haben die negativen Auswirkungen vom Nadelkraut bzw.
Helms Dickblatt (Crassula helmsii), einem invasiven Neophyten aus Australien, auf die Larval-
Entwicklung der Kreuzkröte (Epidalea calamita) in den benachbarten Niederlanden untersucht. Das
Nadelkraut überwuchert Pioniergewässer innerhalb von wenigen Jahren und trocknet den
Wasserkörper quasi aus. Da sich die invasive Art in mehreren Bundesländern seit Jahren massiv
ausbreitet, soll an dieser Stelle auf dessen ökologische Auswirkungen in Pionierhabitaten
aufmerksam gemacht werden.

Journal Europäischer Orchideen, Jahrgang 55 (2023)
Das Herzblättrige Zweiblatt (Neottia cordata L. Rich.), vormals unter dem Taxon Listera cordata
bekannt, war in 2023 von der Arbeitsgemeinschaft Heimischer Orchideen (AHO) zur Orchidee des
Jahres gekürt worden. Es handelt sich um eine der wenigen, selten gewordenen Arten, die z.B. in den
Hochlagen des Schwarzwalds von feuchten und moosreichen Fichten-Monokulturen profitierten. D.
Bergfeld (p. 3-40) stellt diese kleine, interessante Art in einem umfangreichen Artikel vor.

Jahreshefte der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg e.V., Bd. 178 (2022)
G. Gottschlich (pp. 5-32) stellt die Ergebnisse einer Revision der Hieracium-Kollektion im Herbarium
Tubingense (TUB) vor.

Jahreshefte der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg e.V., Bd. 179 (2023)
G. Gottschlich publiziert eine Revision des Sippenkomplexes Hieracium hypochoeroides von der
Schwäbischen Alb (Baden-Württemberg).
St. Hammel veröffentlicht neue Funde der Schwielen-Löwenzähne (Taraxacum Sektion
Erythrosperma) in Baden-Württemberg aus den Jahren 2021/22.

Natur in NRW, Zeitschrift für den Naturschutz in Nordrhein-Westfalen, 3/2023
Der Autor A. Hussner (pp. 26-31) umreißt in einem praxisorientierten Artikel die wichtigsten
invasiven neophytischen Wasserpflanzen in Nordrhein-Westfalen, stellt typische
Ausbreitungsvektoren dar und Bekämpfungsmöglichkeiten vor. Für eine größere Anzahl solcher
invasiver Wasserpflanzenarten besteht EU-weit eine Bekämpfungspflicht. Vorgestellt werden u.a. die
Probleme mit dem Großblütigen Heusenkraut (Ludwigia grandiflora) und Helms Dickblatt (Crassula
helmsii) sowie mit der Wechselblatt-Wasserpest (Lagarosiphon major). Die Mehrheit dieser
Wasserpflanzen baut dichte Matten tauchend oder schwimmend auf und ermöglicht nur wenigen
oder keinen anderen Arten eine Co-Existenz. Nach A. Hussner führt die mechanische Bekämpfung
von Crassula helmsii eher zu Frustration als zum Erfolg. Elodea nutallii hat sich vielerorts längst
etabliert, bei anderen Arten erscheint eine Zurückdrängung möglich.

Braunschweiger Geobotanische Arbeiten, Bd. 14 (2021)
Der Botaniker D. Brandes (pp. 71-83) beschäftigte sich über 30 Jahre mit dem Vorkommen von
Archäophyten auf Mauern in Deutschland. Insgesamt wurden immerhin 5.500 Daten zum
Vorkommen von Gefäßpflanzen auf Mauern erhoben. Letztlich destillierte D. Brandes 116
Archäophyten aus diesem Datensatz und wertete diese nach Zugehörigkeit zu Familien,
Lebensformen, Mikrohabitaten (Anmerkung: sehr interessant!) und Ellenbergischen Zeigerwerten
aus.

Braunschweiger Geobotanische Arbeiten, Bd. 14 (2023)
D. Brandes (pp. 183-202) stellt die Vorkommen, Habitate und Vergesellschaftung von Verbascum
nigrum L. an Straßenböschungen und anderen linearen Strukturen im östlichen Niedersachsen, in der
Altmark und sowie im angrenzenden Elbtal vor. D. Brandes betriebt eine vergleichende
Literaturanalyse der Standorte und Vergesellschaftung der Art in anderen Regionen Deutschlands
und in Österreich. Der Autor stellt u.a. fest, dass die Wärmeansprüche von V. nigrum deutlich
geringer sind als bei allen anderen Verbascum-Sippen in Deutschland. D. Brandes resümiert (p. 199):
„Verbascum nigrum ist die häufigste Verbascum-Art in Deutschland; trotzdem ist nur relativ wenig
über ihren Standort und ihre Vergesellschaftung bekannt.“ Dem kann ich mich anschließen.


Dierk Kunzmann, 09.01.2024

Carnets botaniques 169 (Dezember 2023)
In der Reihe zu Verbascum-Hybriden aus Frankreich wird die Kombination V. nigrum
x V. pulverulentum en detail abgehandelt (M. Klesczewski & L. Giardi).

9. Januar 2024, Ralf Hand

Carnets botaniques 170 (Dezember 2023)
Scorzonera (Podospermum) cana wurde in Frankreich lange Zeit verkannt und mit S.
laciniata verwechselt. N. Guillerme & J.-M. Tison halten die Vorkommen in
Zentralfrankreich für sehr alt und einen westlichen Vorposten der ansonsten in
Europa subkontinental verbreiteten Art.

9. Januar 2024, Ralf Hand

PhytoKeys 236 (Dezember 2023)
Zwei Hybriden mit Beteiligung von Carex buekii (x acuta, x nigra) werden typisiert
(Więcław &al.).

9. Januar 2024, Ralf Hand

Carnets botaniques 169 (Dezember 2023)
In der Reihe zu Verbascum-Hybriden aus Frankreich wird die Kombination V. nigrum
x V. pulverulentum en detail abgehandelt (M. Klesczewski & L. Giardi).

9. Januar 2024, Ralf Hand

Forum Geobotanicum 11 (September 2023)
G. Gottschlich & al. beschreiben Hieracium maculatum subsp. pseudogougetianum,
eine neue Unterart aus dem Mainfränkischen Muschelkalkgebiet.

Forum Geobotanicum 11 (November 2023)
D. Drenckhahn & al. beschreiben Pilosella macranthela subsp. silvae-pici sowie
(Spessart-Mausohrhabichtskraut) und Pilosella ottonis (Otto-Mausohrhabichtskraut)
und geben eine Übersicht über das Vorkommen von Pilosella-macranthela-Taxa in
Bayern.

Forum Geobotanicum 11 (Januar 2024)
P. Kirchmeier &al. haben sich ausführlich mit Taraxacum sect. Borealia in den Alpen
beschäftigt. Sechs Arten werden unterschieden, wobei Taraxacum cimae-gallinae
neu beschrieben wird.

8. Januar 2024, Thomas Gregor

Neilreichia 13-14 (Januar 2024)
Der Band bietet eine derartige Fülle floristischer Information, dass es hier unmöglich
ist, auf alle Beiträge so einzugehen, wie es sie verdienen. Allein die ca. 150 Seiten
zur Nachsuche seltener Arten in Ost- und Nordtirol (O. Stöhr &al. bzw. L. Pagitz &al.)
machten die Nennung der 111 bzw. 186 nachgesuchten Arten erforderlich. S.
Lefnaer präsentiert zwei Folgen floristische Neuigkeiten aus Niederösterreich und
Wien; M. Hohla bringt Neues zur Straßenflora. G. Gottschlich beschreibt aus Kärnten
Hieracium sadnigense, eine zwischen H. lachenalii und H. picroides stehende Art. I.
Uhlemann revidiert die alpischen Glazialrelikte von Taraxacum sect. Crocea mit der
Neubeschreibung von T. jacobianum. P. Koutecký & C. Pachschwöll verweisen auf
zwei öfters eingeschleppte Neophyten: Centaurea nemoralis und C. nigra. Manfred
A. Fischer erhält mit einem inhaltsreichen Beitrag zum Artkonzept in Veronica eine
Gratulation zu seinem 80 Geburtstag von Dirk Albach.

Informationen zur Floristischen Kartierung in Thüringen 12 (Januar 2024)
Über den Stand der Einbürgerung von Epilobium brachycarpum berichtet H. Endreß.
In acht Beiträgen werden bemerkenswerte floristische Funde aus verschiedenen
Teilen Thüringens mitgeteilt, einer davon behandelt Hieracium s. l. (K-D. Siegel & G.
Gottschlich).

Lejeunia Neue Serie 207 (Dezember 2023)
319 Personen mit Bezug zu Botanik oder Gartenbau in der Provinz Lüttich werden
vorgestellt (J. Beaujean & R. Fabri).

6. Januar 2024, Thomas Gregor

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